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ØYVIND HOLM - The Unreliable Narrator

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Artist ØYVIND HOLM
Title The Unreliable Narrator
Homepage ØYVIND HOLM
Label CRISPIN GLOVER RECORDS
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ØYVIND HOLM wird in seiner norwegischen Heimat als einer der produktivsten Songwriter des Landes gehandelt. 1997 veröffentlichte er sein erstes Album mit seiner Kapelle DIPSOMANIACS, bekannt ist er aber auch als Fronter der Trondheimer Cosmic-Americana-Combo SUGARFOOT und überhaupt hat der Mann mit verschiedenen Bands weit über 20 Alben in die Plattenläden gebracht, bevor er 2020 mit „After The Bees“ sein Solo-Debüt gab.

Für „The Unreliable Narrator“ packte Øyvind seine Gitarren, Keyboards und einen Computer ein, um eine Woche lang ganz allein in einer Hütte in den norwegischen Bergen zu verbringen. Ohne Ablenkung und völlig fokussiert auf die Musik entstanden so die zwölf Songs, die ihr Finish in den Brygga Studios zu Trondheim erhalten haben. Los geht’s mit dem wunderbaren „Ghost Dance“, der gar nicht geisterhaft, aber mit einer guten Portion Gebläse in Ohr und Bein geht. Die Nummer ist ebenso wie das verträumte „Driftwood“ bereits vorab als Single erschienen. Weiter geht’s mit dem melancholischen „The Stranger“, das als gemischtgeschlechtliches Duett gefällt, während Streicher das tiefenentspannt groovende „You Plot The Crime“ eröffnen. „iLove“ rückt derweil die Rhythmusfraktion in den Fokus, wohingegen „Water“ erneut ins entrückte Schwelgen gerät. Deutlich reduzierter präsentiert sich das nachdenkliche „Travelling Through Time“, bei dem abermals eine zweite Stimme zu Gehör gebracht wird. Zu Handclaps, Kopfnicken und Fußwippen lädt das tanzbare „Ship“ ein, währenddessen „Indigo“ und „Upheaval“ einmal mehr leisere Töne anschlagen. „Cinema“ übernimmt mit vielschichtigen elektronischen Sounds, die wabernd aus den Boxen schallen, bevor „Early November“ für einen gefühlvollen Abschluss sorgt.

Stilistisch immer schon stark beeinflusst von den BEATLES, GUIDED BY VOICES, PAVEMENT und verschiedenen Gruppen, die in den 90er Jahren unter dem Dach des locker definierten Musikkollektives „Elephant 6‘ auftraten, kommt „The Unreliable Narrator“ recht abwechslungsreich daher. ØYVIND HOLM versteht sich ebenso auf süße Melancholie wie auf kühle Elektronik. Seine außergewöhnliche Stimme sorgt darüber hinaus dafür, dass man gern noch einmal genauer hinhört und so balanciert der Nordmann auch im Mehr-oder-weniger-Alleingang (wir wollen die mir nicht bekannte Dame am zweiten Mikro nicht vergessen) sicher zwischen widersprüchlichen Gefühlen und einnehmenden Klangwelten.

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