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P.O.D. - Payable on Death

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Artist P.O.D.
Title Payable on Death
Homepage P.O.D.
Label ATLANTIC/ WARNER
Leserbewertung
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8.4/10 (5 Bewertungen)

Die Warrior für Glauben und Gerechtigkeit mussten gleich 2 größere Probleme vor der Realisierung ihres dritten Albums lösen. Zum einen hatten sie das „LINKIN PARK-Problem“, also eine extrem erfolgreiche Vorgänger-Scheibe, sogar weitestgehend im Mainstream anerkannt. Wie diesen Erfolg wiederholen? Will und kann man das überhaupt? Und dann stieg auch noch Gitarrist und Songwriter Marcos Curiel aus, der mit dem relativ unbekannten Jason Truby der Thrash-Kapelle LIVING SACRIFICE ersetzt wurde. Umso gespannter war ich auf das neueste Werk, schlicht und back to the roots mit dem ausgeschriebenen Bandnamen betitelt, in gewisser weise auch ein Statement.

Die erste Single „Will you“ erzielte respektable Ergebnisse, ohne „Alive“ oder das grandiose „Youth of the Nation“ erreichen zu können. Dabei handelt es sich auch um den stärksten Track des Albums mit einer schön melancholischen Hookline. Schon mal jemandem aufgefallen, dass Sonny einem Roland Orzabal sehr ähnelt bei den langgezogenen melodiösen Parts? Und ohne beleidigend zu sein finde ich, dass man auch musikalisch TEARS FOR FEARS näher steht als MACHINE HEAD. Hier haben wir einfach sehr gute Pop Musik mit Gitarren. Pop als Abkürzung für „populär“ ist ja im ursprünglichen Wortsinne auch nichts schlimmes. Howard Bensons Produktion nimmt so gut wie jede Aggression aus den Gitarren, die Truby ein wenig gradliniger spielt als sein Vorgänger. Bei den insgesamt 13 Stücken fallen neben der Single besonders auf: „Execute the Sound“ mit den leichten Ragga-Einflüssen (in Richtung DUB WAR), das Instrumental „Eternal“, wo man ein wenig in Richtung SANTANA tendiert sowie das bereits bekannte Bonus-Stück „Sleeping Awake“ vom Matrix Reloaded-Soundtrack. Alle anderen 9 Songs hören sich doch relativ ähnlich an und versuchen sich kontinuierlich zu einer genialen Hookline zu steigern, nicht immer gelingt das.

Somit erkenne ich das erste mal Abnutzungserscheinungen bei den Amis, die es dennoch geschafft haben, eine ordentliche CD abzuliefern, welche den Hardcore-Fans sicher gefallen wird. Aber die Verkaufszahlen des Vorgängers wird man nicht noch einmal erreichen, dazu fehlen ausgefallene Arrangements und Inspiration. Irgendwo eine Sicherheitsalbum, um sich dort zu etablieren, wo man als Resultat der Vergangenheit steht. LINKIN PARK haben es ja genauso vorgemacht.

Es gibt auch eine spezielle Edition mit einer Zusatz-DVD, auf der sich 2 Features befinden. Ein Special über die Band mit Einsichten über ihre Lebenseinstellung und ihren Alltag (immerhin 47 Minuten Spielzeit) sowie ein Daniel Martin Diaz-Special, der sämtliche graphischen Aufgaben für die Band übernimmt und ein anerkannter Künstler ist (knapp 5 Minuten). Fans sollten also gleich auf diese Edition zurückgreifen!

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