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PAIL - Faith In The Void

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Artist PAIL
Title Faith In The Void
Homepage PAIL
Label CAUSTIC RECORDS
Leserbewertung
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8.3/10 (6 Bewertungen)

PAIL, dieser Name klingt wie ein Donnerhall in meinen Ohren, bis heute ist das Album “Towards Nowhere” von 2005 für mich eines der besten Elektro-Alben aller Zeiten. Und völlig unerwartet kommt die Bemusterung mit seinem neuesten Werk „Faith In The Void“, es muss doch schon Weihnachten sein.

Die wichtigste Nachricht schon einmal vorab, PAIL klingen wie eh und je, und dies sollte man auf jeden Fall positiv registrieren, nichts wurde an Qualität eingebüßt. Manix S. bedient sich immer noch der „klassischen“ Elektro-Strukturen, die er so perfekt beherrscht, Vergleiche zu FRONT LINE ASSEMBLY oder MENTALLO & THE FIXER halte ich doch für sehr angebracht und sollten mit viel Anerkennung ausgesprochen werden, denn es gibt kaum jemanden, der ein ebenso hohes Niveau erreicht. Der Spanier vereint treibende und anspruchsvolle Klangstrukturen, die Anfang der 90er der Inbegriff des EBM waren und die dank ihm auch noch in der heutigen Zeit ihre Daseinsberechtigung haben. Neben seinem sehr angenehmen Gesang gefällt mir auch die dezente „Aktualisierung“ dieses Musikstils, der auch noch zusätzlich eine gewisse wiedererkennbare „Anmut“ besitzt, so könnte man die Probleme dieser Welt kaum schöner besingen. Es geht natürlich auch mal direkter, z.B. versucht er mit „Energy Bodies“ und Oldschool-EBM dem Hörer direkt etwas auf die 12 zu verpassen, und auch dies kriegt er einwandfrei hin, schmunzelnd fällt mir dabei PLASTIC NOISE EXPERIENCE ein. Genauso überrascht einen dann gleich anschließend „Silence“ mit akustischen Gitarren, als wollten METALLICA eine Ballade spielen, jedoch kommen dann irgendwann wieder die Synthesizer zum Einsatz und machen den Song zu einem außergewöhnlichen melancholischen Kleinod, solche kreativen Kompositionen sollte es wahrlich öfters geben.

Somit hat der Herr und Labelbetreiber wieder sein ganzes Können dargeboten und der Elektro-Welt gezeigt, wo eigentlich der Hammer hängt, mehr kann ich eigentlich kaum dazu sagen, außer dass er dabei tatkräftige Unterstützung von Greg Reely bei der Abmischung erhielt, was auch den richtig tollen und authentischen Sound erklärt. Das Album kommt aber nicht ganz an den Vorgänger ran, da waren mehr eingängigere Titel dabei, die besser im Gedächtnis blieben, kann aber auch an meiner damaligen Aufnahmefähigkeit liegen, wer weiß. So, Elektroheads & Freunde der guten alten EBM-Zeiten, bitte vermerkt „Faith In The Void“ als Tipp meinerseits und zollt diesem Künstler gehörigen Respekt.

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