Band Filter

Request did not return a valid result

PAIN - You Only Live Twice

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PAIN
Title You Only Live Twice
Homepage PAIN
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.1/10 (7 Bewertungen)

Nach dem Erfolg von „Cynic Paradise“ und dem seit der NIGHTWISH-Tour immens angestiegenem Bekanntheitsgrad PAINs hätte es sich Meister Tägtgren leicht machen und mit dem Nachfolger „You Only Live Twice“ auf Nummer sicher gehen können. Aber zum Glück ist hier genau das Gegenteil passiert!

So tönt der Nachfolger im Gegensatz zum über weite Strecken sehr gefälligen „Cynic Paradise“ überraschend heavy und düster. Der Opener „Let Me Out“ beginnt nach kurzen Elektronik-Spielereien im Uptempo und wird von einem der berühmten Tägtgren-Screams eingeleitet, der jedem mitfühlenden Zuhörer Atemnot bescheren dürfte. Sehr düster geht’s mit dem etwas unspektakulären „Feed The Demons“ weiter, bevor es den ersten Knaller in Form des Tanzflächenfegers „The Great Pretender“ auf die Ohren gibt. Der Song startet ohne Umschweife, geht sofort durchs Gehör ins Gebein und begeistert mit einem Hammerchorus und einer verspielten Keyboardmelodie. Ganz sicher DER Hit des Albums. Der folgende Titeltrack lässt dann Erinnerungen an den „Same Old Song“ wach werden, eine der Großtaten der „Dancing With The Dead“-Scheibe. Wenngleich die Melodie mich diesmal etwas an den Soundtrack eines Westernklassikers erinnert, ist es immer wieder erstaunlich, wie Tägtgren sich immer wieder solch erhabene Tonfolgen aus dem Ärmel schüttelt, von denen er ja im Laufe der Jahre schon viele abgeliefert hat. Wesentlich metallischer geht es dann mit Highlight Numero drei in Folge, „Dirty Woman“, zur Sache, zu dem übrigens auch ein Video gedreht wurde. Peters Vocals hören sich diesmal an wie von Udo Dirkschneider oder Brian Johnson. Spätestens hier fällt auf, dass der Sound des Albums ballert. Es wurde den Wünschen der Fans nach einem organischeren/ härteren „Live“-Sound Rechnung getragen. Nach dem wiederum etwas unauffälligem „We Want More“ geht es melancholisch mit dem getragenen „Leave Me Alone“ weiter, das mit einer schönen Klaviermelodie und satten Gitarren zu gefallen weiß. Drummer David Wallin, der erstmals auch im Studio hinzugezogen wurde, gibt dem Stück zusätzlich den nötigen Punch. „Monster“ lässt einem im ersten Moment etwas verdutzt die Ohren reiben. Das Ding beginnt schon fast mit todemetallischer Härte, bevor es dann doch wieder PAIN-typischer groovt. Ein durchaus interessanter Titel, der anfangs bei mir nicht recht zünden wollte, aber nach vielen Durchläufen sich doch zu einem der dynamischsten PAIN-Songs entwickelt. Hätte mit etwas anderen Vocals auch zu Peters „Stammformation“ HYPOCRISY passen können. Nach diesem wütenden Ausbruch gibt’s mit dem melancholischen „Season Of The Reaper“ den Gegenpol und Abschluss des Albums. Hier fällt besonders ein schöner Akustik-Part auf, den ich bisher so weder von PAIN noch von HYPOCRISY gehört habe.

In Sachen Hitdichte wird zwar weder „Cynic Paradise“ erreicht, noch kann ein solcher Überraschungserfolg wie „Rebirth“ wiederholt werden. Dennoch steht Peter Tägtgren nun mal für einen verdammt hohen Qualitätslevel und eine gewisse Eingängigkeit seinerr Musik. Deswegen wird kein PAIN-Fan von „You Only Live Twice“ enttäuscht sein, zumal es eben keine Anbiederei in Form von erneuten weiblichen Gastvocals gibt, worüber ich persönlich sehr dankbar bin. Als Dreingabe darf das Artwork betrachtet werden, das mit Abstand das Coolste in der Band-Historie darstellt. Und Käufer des Digipacks dürfen sich darüberhinaus an einer Bonus CD mit (voraussichtlich) zwei weiteren neuen Songs und Livematerial erfreuen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

PAIN - Weitere Rezensionen

Mehr zu PAIN