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PAINTING ABLAZE - Harvest Thy Armour

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Artist PAINTING ABLAZE
Title Harvest Thy Armour
Homepage PAINTING ABLAZE
Label EIGENPRODUKTION
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Als winzig kleine Sprößlinge keimen PAINTING ABLAZE aus Marburg munter heran auf den verwilderten Wiesen des Metalcores. Angesichts ihrer neuen, optisch aufwendig hergemachten EP werden sie sich mit ihrem ersten Werk „Downpour Shall Come“ aus dem Jahr 2008 in irgend einer Weise bereits etabliert haben. Trotz allem sagen mir die Coreler nichts, ich lasse mich überraschen.

Cover, Name und Promo-Fotos nehmen den musikalischen Inhalt netterweise schon vorweg, so dass der Opener „In Pondering Silence“ schließlich nur noch das bereits Offensichtliche bestätigt. Modern Schweden- und Metalcore-Riffs in Hülle und Fülle grüßen freundlich im Vers, Shouter Samuel hingegen kann sich nur ein böses Röcheln abringen. Ärgere Probleme hat scheinbar Basser Niklas mit seiner Stimme, die er sichtlich strapaziert, um den gewollt rotzig verrauchten Klang zu erreichen. Dem Handbuch für Standard-Metalcore wird immerhin richtig gefolgt, so dass sich der klare Gesang erst im Refrain bemerkbar macht. Ein recht frischer Melodie-Part und ein hingegen eher schlapper Breakdown machen den Sack zu. Bevor ihn der „Architect“ wieder öffnet. Hinein wirft er mehr Hardcore und ein zu qualmen beginnendes Doublebass-Pedal. Unbehelligt reicht er die riesige Tüte an „My Enigma“ weiter, welches tatsächlich kurz aufflammende Momente, die an ILL NINO (deren letztes Album „Enigma“ und damit diesem Song hier verdächtig ähnlich betitelt ist) erinnern, beisteuert. Ist es denn zu fassen? Zu sagen bleibt noch, dass „Volcanic“ halbballadesk, aber wenig herzerwärmend daherkommt, und die beiden letzten Songs der EP dem melodischen Bretter-Sound der restlichen Platte nachfolgen. Abgesehen von einem gesanglichen Abstrich präsentieren sich PAINTING ABLAZE damit über eine halbe Stunde hinweg technisch recht fit. Doch das allein täuscht nicht über den Mangel an packenden, einprägsamen (oder „mitreißenden“ wie es im Promotext heißt) und vor allem eigenständigen Momenten hinweg. Die Marburger haben das komplette Metalcore-Feld abgegrast, dabei aber glatt übersehen, dass sie augenscheinlich wie der Rest der aktuellen Mittelmaß-Combos klingen.

Für nationale Verhältnisse ist die EP daher okay, doch mehr als Durchschnitt ist „Harvest Thy Armour“ beileibe nicht. Wieder mal nett, aber nicht wichtig.

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