Band Filter

PANDA LUX - Fun Fun Fun

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PANDA LUX
Title Fun Fun Fun
Homepage PANDA LUX
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Die 2006 als Instrumentalband gegründeten PANDA LUX veröffentlichen mit „Fun Fun Fun“ ihre zweite Langrille. Die vier Schweizer Silvan und Samuel Kuntz sowie Moritz Widrig und Janos Mijnssen zeigen sich auf ihrem Silberling selbstbewusst und offen für stilistische Experimente, die sie auf der Indie-Spielwiese ausprobieren.

Los geht’s mit den flirrenden Synthie-Hooks von „Freunde sein“ und insbesondere, wenn Fronter Silvan seine Stimme in schwindelerregende Höhen schraubt, denkt man unweigerlich an POLARKREIS 18 und deren Sänger Felix Räuber. Mein Favorit ist das sanft groovende „Karambolage“, das zum Tanzen einlädt, während „Staub“ mit Flamenco-Sounds aus der Perspektive eines Staubsaugers erzählt. Ein Schlüsselsong des Albums ist das sanft mäanderndes „1/4 Life“ mit der Essenz ‚Gib mir Life / oder Wife / oder Wi-Fi‘. Zuckersüß-verspielt übernimmt „Call (Erdbeerananas)“, wohingegen „Optimist“ straighte Synthetik bietet und es mit „Sakamoto“ und „Sakafunko“ zwei Instrumentals auf die Ohren gibt, die wie der ebenfalls instrumentale Closer „Sakautro“ dem japanischen Komponisten Ryūichi Sakamoto gewidmet sind. Das älteste Lied der Platte ist das tiefenentspannte „Bar Franca“, das bereits auf der EP „Zoo“ erschienen ist. „Picasso“, „Arschloch“ und „Beuteltier“ klingen ein wenig verschroben, wogegen „Malle“ eine warme Hymne auf den besten Freund ist, mit dem sogar ein peinlicher Jungs-saufen-auf-Malle-Urlaub großartig ist.

Wo das 2017er Debüt „Versailles“ noch zackig angerockter, produktionstechnisch aufpolierter Indie war, zeigen PANDA LUX mit „Fun Fun Fun“, dass sie noch einige Asse im Ärmel hatten und überzeugen so mit abwechslungsreichem Synthie-Indie-Pop und ausdrucksstarken Texten.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu PANDA LUX