Band Filter

Request did not return a valid result

PAPA ROACH - Metamorphosis

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PAPA ROACH
Title Metamorphosis
Homepage PAPA ROACH
Label INTERSCOPE/ UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (9 Bewertungen)

PAPA ROACH – Für manch einen auch heute noch ein Synonym für Kiddie Metal. Waren das nicht die trendy Jungs, die Anfang des neuen Jahrtausends mit „Last Resort“ einen Riesen-Hit hatten? Ja das auch aber nicht nur. Immerhin hält man sich mittlerweile über 10 Jahre im Geschäft und konnte im Prinzip mit allen Alben punkten, wenngleich der Stern nicht mehr ganz so hell erstrahlt. Mein letzter Kontakt fand live im Herforder X statt, ist nun auch schon fast wieder 4 Jahre her, aber damals bewiesen die etwas reifer gewordenen Herrschaften, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen zählen. Nun also das 5te Studioalbum „Metamorphosis“, ob der Titel einen Anhaltspunkt für einen etwaigen klanglichen Wandel bietet?

„Alternative Rock/ Metal mit etwas 80er Sleaze Einschlag“ – So würde ich die 12 Titel grob umschreiben, die ich hier (leider nur) anhand eines neumodischen Streams besprechen soll/ kann/ darf. Vorab gab es ja bereits etwas (kalkulierten?) Wirbel um das Video zur Single „Hollywood Whore“, das aufgrund ein paar witziger Splattereinlagen (einer hübschen Dame wird das Gesicht weggeblasen) nicht im deutschen Fernsehen gezeigt werden darf. Im Zeitalter der Internetdiktatur wohl ein zu vernachlässigender Faktor. Der Song selbst ist eingängig, griffig, radiokompatibel und mit einer guten Riff-Folge ausgestattet. An wen der Titel adressiert ist, dürfte nach Studium der Lyrik kein allzu großes Geheimnis mehr sein. Zu den weiteren Tracks. „Change or Die“: Nach dem instrumentalen Intro der Einstieg in die Scheibe. Schnell und aggressiv auch im Gesang – Rock ’n’ Roll mit einem kurzen Aufatmen im Mittelteil. „I Almost Told You That I Loved You“ verfügt über eine sehr gelungene Melodielinie im Refrain, “Had Enough” wiederum fällt ein wenig ruhiger aus, lässt etwas Zeit zum Atemholen, ohne gleich eine Ballade zu sein. Dagegen pumpt „Live this Down“ wieder aggressiver mit abgehackten Riffs, allerdings auch etwas beliebig das Ganze. Einige der Kompositionen wurden live, teils in modifizierter Version, bereits dargeboten. Etwa auf dem Crue-Fest, passenderweise hat man sich den MÖTLEY CRÜE-Gitarrero Mick Mars auch gleich für einen Gastauftritt geholt. Ob der leichte Sleaze-Einschlag, den ich immer mal wieder zu erkennen glaube, ebenso mit diesen Kontakten der jüngsten Vergangenheit zusammen hängt, kann ich nur mutmaßen.

Ansonsten ein absolut routiniert klingendes Werk mit 3 bis 4 Höhepunkten, das keinen langjährigen Fan der Schaben enttäuschen wird und in einem gewissen Rahmen auch genügend Abwechslung bietet. Dass man mit den Jahren gleichfalls melancholischer wie kritischer geworden ist, dürfte in der Natur des Menschen liegen und wahrscheinlich auch für das Fortbestehen der Band verantwortlich sein. Dennoch wird natürlich der Faktor „Spaß“ bei PAPA ROACH weiterhin groß geschrieben, was man sicherlich demnächst wieder live unter Beweis stellen wird.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

PAPA ROACH - Weitere Rezensionen

Mehr zu PAPA ROACH