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PARADISE LOST - Faith Divides Us, Death Unites Us

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Artist PARADISE LOST
Title Faith Divides Us, Death Unites Us
Homepage PARADISE LOST
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.3/10 (18 Bewertungen)

Dass die Gründer des Gothic Metals bereits mit den Vorgänger-Alben “Paradise Lost” und “In Requiem” den Weg zurück zum gitarrigen Düster-Sound eingeschlagen haben, dürfte nach diesen beiden Klasse-Scheiben keinem Fan mehr entgangen sein. Dass die Briten mit „Faith Divides Us, Death Unites Us“ allerdings ein derartiges Machtwerk von der Kette lassen würden, konnte man aber dennoch nicht erwarten.

Schon das eröffnende „As Horizon Ends“ zaubert ein riesiges Grinsen auf das Gesicht des Hörers. Kantige und mächtig runter gestimmte Gitarren, tiefgreifende Lead-Melodien, herausragend-atmosphärische Soli und ein energisch shoutender, wie auch sphärisch singender Nick Holmes machen schon jetzt klar: Ja, sie können es noch!! Was nun folgt, ist wohl das bester Gothic Metal-Album seit „Icon“! So trumpft „I remain“ mit kantigen Death Metal-Riffings auf und überzeugt besonders durch die geniale Kombination aus energischen Passagen mit fast growligen Vocals und dem sehr melodischen Refrain mit der packenden Melodie des über allem herrschenden Greg Mackintosh! „First Light“ zieht einen in doomige Dimensionen und „Frailty“, „Rise of Denial“ sowie besonders das schon mit fast brachial zu bezeichnenden Riffs ausgestattete „Living with Scars“ lassen glorreiche Frühzeiten wieder aufleben! Großes Kino!! Ebenso wie die düster-melancholischen Meisterwerke „Last Regret“ und der Titeltrack. Getragene Melodien, dunkel-cleane und dennoch kraftvolle Vocals und der von Anfang bis Ende brilliante Greg Mackintosh, der wie zu besten Zeiten packende Soli und ergreifende Melodien spielt, dass es kaum besser geht, machen auch diese Kompositionen zu imposanten Meisterwerken! „Universal Dream“ erinnert mit seinen drückenden Riffs mehr als deutlich an „Pity the Sadness“, offenbart dann allerdings doch ein eigenes, nicht weniger gelungenes Death Metal-Gesicht. Das solide „In Truth“ beschließt dann ein Album, das sich erstmal setzen muss (der Hörer auch). Erst nach mehreren Durchläufen realisiert man, welches geniale Stück Musik PARADISE LOST hier gelungen ist. Ein wahrer Glücksfall, dass Greg Mackintosh wieder die Leidenschaft an seinem Instrument entdeckt hat und diese nun voll ausspielt. Damit reisst er Nick Holmes mit und bringt diesen dazu, eine starke Gesangs-Leistung in energischen, wie auch melodischen Gefilden zu vollbringen, wie es ihm wohl nur die wenigsten noch zugetraut hätten.

So unterstreichen die Briten eindrucksvoll ihre Ankündigung, dass man ein richtiges Gothic Metal-Album machen will, ohne dieses ganze Romantik/ Rosen-Tralala, sondern so wie es sein soll: „An Album do be murdered by“! Und damit kehren PARADISE LOST wieder dahin zurück, wo sie eigentlich schon immer hin gehörten: An die Spitze!

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