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PARAGON - Screenslaves

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Artist PARAGON
Title Screenslaves
Homepage PARAGON
Label MASSACRE
Leserbewertung
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So könnte diese Rezension beginnen: Wie originell sind eigentlich PARAGON? Wäre definitiv nicht unfair. Dennoch will ich es (mir) so einfach nicht machen. Wem hilft denn der Vorwurf mangelnder Originalität wirklich? Der Band sicher nicht, die wird ihre Nische deswegen nicht verlassen, dies ginge nach mittlerweile 10 Veröffentlichungen, darunter acht abendfüllenden Tonträgern, ohne Umbenennung eigentlich auch nicht mehr. Auch für den gemeinen Fan ergibt sich kein zählbarer Mehrwert, bei dem klingeln die richtigen Glocken schon mit der Erwähnung der Referenzen JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, HELLOWEEN, RUNNING WILD, sprich die üblichen Verdächtigen in der Truer than the True Abteilung. Insofern ergibt sich nur für den Rezensenten ein Vorteil, da er durch die Absetzung seine Fachkenntnis sowie sein Urteilsvermögen nachweisen kann. Dies ist mir aber doch etwas zu billig (letzteres würde anderenfalls vermutlich auch zu sehr von dem faden Beigeschmack der BACKSTREET BOYS Coverversion „Larger than life“ getrübt werden – Anm. der Red.).

Also: PARAGON spielen auch auf ihrem neunten Album „Screenslaves“ ganz klassischen Heavy Metal mit schön rauem Gesang, einigen Chören, ausufernden Gitarrensolos – diese ähneln sich leider teilweise bis zur Austauschbarkeit – und mit ohne jedweder Ballade. Mit Recht kann die Band darauf verweisen, dass sie dies lange vor dem True Metal Revival getan hat. Ich füge gerne hinzu, dass sie dies auch auf diesem Album ordentlich tun, lediglich „Bloodfeast“ ist ein ganz öder Totalausfall. Zudem ist der Klang des neuen Albums nicht perfekt geworden, zu sehr sind die Vocals in den Vordergrund gemischt, insbesondere bei den zahlreichen Chören nervt es doch irgendwann ganz schön. Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige Stücke, die wirklich gut gelungen sind: der Opener „Hellgore“ zum Beispiel, ebenso der Titeltrack und das ruppige „The Blade in the Dark“.

Insgesamt fällt das (melancholisch stimmende) Fazit leicht: an den großen Vorbildern wird auch mit Versuch Nummer Neun kein Weg vorbeiführen. Das beste Symbol dafür findet sich auf der Homepage der Band, wo ein Gig mit VICIOUS RUMORS angekündigt war, leider nur im Vorprogramm… Dabei wird es wohl leider auch in Zukunft bleiben.

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