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PARANOIZE - Baby’s playin’ tricks

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PARANOIZE
Title Baby’s playin’ tricks
Homepage PARANOIZE
Label OAKWOOD RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (14 Bewertungen)

Mit ihrer 3-Track EP „High humidity“ konnten PARANOIZE aus der Peripherie Osnabrücks im Frühjahr letzten Jahres bereits ein Ausrufezeichen setzen, nun legen sie mit „Baby’s playin’ tricks“ ihre erste Full-Length vor. Die drei Titel von einst wurden bunt ins Set integriert (was zumindest an meinem Player im Auto ein wenig Feintuning am Regler nötig macht) und machen sofort eins deutlich: Das Quintett hat beim neuen Material in Sachen Härte, Speed und Power noch eine Schüppe draufgelegt.

So wirkt der bekannte Opener „I won’t complain“ geradezu brav gegen das zweite Stück „You must be 18 or older to ride“. Hendriks Vocals ordentlich durch den Vocoder gezogen, geben dem Stück die passend schmutzig-rohe Note. Druckvolles Drumming von Enno und fette Saitenarbeit von Oliver, Thorsten und dem neuen Mann am Bass, Joffrey lassen Bewegungsmuffeln keine Chance. Nur das gefadete Ende erscheint mir etwas deplatziert, hier hätte ich einen ordentlichen Big Bang erwartet. Mit „Waste of time“ und dem Titeltrack „Baby’s playin’ tricks“ wird die Keule mit Post-Punk-Attitüde gleich weiter geschwungen, und nach „Bad mood“ ist spätestens bei „Still the one“ die Message klar: „Abhotten, mitgrölen, Spaß haben!“. Bei „Grass under feet“ haben die Jungs sogar meinen Vorschlag beherzigt, sich doch ein wenig Backgroundvocals zuzulegen. Enno grölt hier mit Hendrik um die Wette, dass es einfach Spaß macht! „Stripped“ passt wie Arsch auf Eimer, denn mittlerweile bin ich vom Mittanzen auf ordentlicher Betriebstemperatur, die Jungs auch: Gitarren und Drums galoppieren um die Wette und Hendrik klingt dreckiger denn je. (Wurden hier etwa autobiographische Erfahrungen verarbeitet?;-)) Da kommt das altbekannte „Sing when you’re sad“ als eine Art Verschnaufpause hinterher. „What’s done is done“ ist hymnisch angelegt und begeistert durch feine Harmonien. „In a haze“ gehört sicherlich nicht zu den Highlights, setzt aber druckvoll ein Ende unter dieses Album.

PARANOIZE verstehen es, einen mit ihrer Unmenge an Energie um den Finger zu wickeln, mit gespitzten Ohren wird hier der musikalische Zeitgeist beobachtet und mit eigener Note frei von kraftmeierischem Getue frisch, eingängig und authentisch unters Volk gebracht. Gratulation ihr jungen Wilden zu über 35 Minuten Volldampf und einer gelungenen Weiterentwicklung!

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