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PARTIES BREAK HEARTS - Life is too short to dance with ugly people

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Artist PARTIES BREAK HEARTS
Title Life is too short to dance with ugly people
Homepage PARTIES BREAK HEARTS
Label LOCKJAW
Leserbewertung
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8.2/10 (5 Bewertungen)

„Life is too short to dance with ugly people“ – guter Ratschlag. Was als Albumtitel Emocoretypisch rüberkommt, setzt sich im Bandnamen PARTIES BREAK HEARTS fort. Erinnert alles ein wenig an FALL OUT BOY, derweil gibt man musikalisch eher noch den LOST PROPHETS die Klinke in die Hand. Das Schweizer Quartett hat zu Ihrem Toblerone von Emocore-Sound auch ein paar kleine leckere Stückchen Punk gepackt, das schmilzt zwar nicht auf der Zunge, jedoch im Gehör.

PBH haben aber nicht lecker Schokolade aus ihrem Heimatland dabei, sondern ne ganze Packung granitharter Gitarrenfelsen. Der Opener „Scrape“ gibt die Richtung vor. Rumpelnde Bassline, Tempobeats und Riffs sowie eine überraschende Stimme. Sänger Martin klingt enorm kraftvoll, hat Ausdruck und wirkt ein wenig wie eine Mischung aus Chris Cornell und Scott Weiland. Was dem Sound der Band nur zu Gute kommt, da hätte man sich die Shouts und Screams in „Fake as you“ auch sparen können. Aber PBH sind eben doch eine Emoband, glücklicherweise heben sie sich nicht nur durch ihre Herkunft sondern auch durch die druckvolle Produktion des Albums hervor. „Life is too short to dance with ugly people“ tritt nach zehn Sekunden aufs Gas, hat in Sekundenschnelle alle Gänge durch und brettert über ein Dutzend Titel ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gehörlandschaft. Solche hervorragende Trips wie „Dance Dance Revolution“ oder „I’m dying here“ verschicken Freikarten für durchtanzte Nächte, das bassgeladene „Sober“ bringt den Pathos ins Spiel, bevor „Save yourself“ instrumental für klare Verhältnisse sorgt. Hier herrschen die Stromgitarren vor, selbst wenn sich mal die Melancholie einschleicht.

Hat man mit PBH gerechnet Mitnichten. Doch die Eidgenossen beweisen mit Ihrem Album, dass eine Schweizer Band gestandenen amerikanischen Genregrößen noch was vormachen kann. Großen Anteil daran hat der Sänger, dessen gewaltiges Organ lässt Seismographen erzittern und Hörer ehrfürchtig staunen. Da bleibt nur ein Fazit. PBH sind emotionaler Indie-Hardcore. Punkt.

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