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PASCOW - Sieben

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Artist PASCOW
Title Sieben
Homepage PASCOW
Label KIDNAP MUSIC
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PASCOW ist eine im Jahr 1998 gegründete deutsche Rockband aus Gimbweiler in Rheinland-Pfalz und aus dem Saarland. Auf dem Zettel haben Ollo Pascow (Schlagzeug & Gesang), Bohli DeMaio (Gitarre & Gesang), Flöter (Bass & Gesang) und Alex Pascow (Gesang & Gitarre) Punkrock mit deutschen Texten. Nicht ganz überraschend ist das neue Album „Sieben“ der siebte Studio-Output des Vierers, der sich für die Aufnahmen der 14 Songs vier Wochen ins Tonstudio 45 und in die bewährten Hände von Kurt Ebelhäuser (BLACKMAIL, SCUMBUCKET) begeben hat. Ebenfalls mit von der Partie an den Reglern war Michael Wern, der zugleich auch bei einigen Songs mitgesungen hat, während PASCOW am Mikro auch noch Besuch von Apokalypse Vega (ACHT EIMER HÜHNERHERZEN), Nadine Nevermore (NTÄ) und der Trierer Sängerin Hanna Landwehr hatten. Außerdem ist Sarah Lopez mit ihrer Violine und Peter Honsalek mit seiner Viola bei dem Lied „Mailand“ vertreten.

Bei dieser Nummer handelt es sich um einen besonders treibenden, energiegeladenen Track, der sich mit dem Kapitalismus im freien Fall auseinandersetzt. Temperamentvoll startet der musikalische Trip jedoch bereits mit dem rotzigen, bassbetonten Opener „Himmelhunde“ und auch das nachfolgende „Königreiche im Winter“ drängt straight nach vorn, bevor sich das muntere „Monde“ mit der Verödung und Gentrifizierung der Städte auseinandersetzt. „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ erinnert mich an „Hier kommt Alex“ von den HOSEN und erinnert uns daran, dass wir nicht vor rechten Tendenzen, sozialen Ungerechtigkeiten und Umweltzerstörung die Augen verschließen dürfen. „Grüsst Eve“ überzeugt mit In-Your-Face-Rhythmen, wohingegen sich „Die Unsichtbaren“ facettenreicher präsentiert und „Ich bin klar“ mit rauem Gesang und eindringlichen Beats zum Pogen einlädt. Nicht weniger bewegungsintensiv übernimmt „Daniel & Hermes“ und mit „Tom Blankenship“ lassen es PASCOW eine Spur ruhiger angehen – was jedoch nicht bedeutet, dass die Jungs hier mit weniger Drive agieren! Gleiches gilt auch für das Instrumental „Zugausweichen“, ehe es mit „Von unten nichts Neues“ wieder in die Vollen geht. Mit „Vierzehn Colakracher“ haben die Herrschaften eine wahre Hymne geschrieben, die zukünftig live insbesondere bei der Textzeile „Fickt die Elite“ frenetisch mitgegrölt werden dürfte.

An ihr Album „Sieben“ hatten PASCOW den Anspruch, dass es eine andere Handschrift als der 2019er Vorgänger „Jade“ (#47 der deutschen Charts) haben sollte. Nun, zumindest ist der jüngste Gruß aus dem Studio ungemein frisch, geradlinig und mitreißend ausgefallen. Musik und Text wissen zu fesseln und auch die Aufmachung gefällt. Vinyl wird es nur in einer schwarzen Version exklusiv als Indiepool-Release abseits von Amazon, Media-Markt und Saturn geben. Geliefert wird die Platte im Klappcover aus schwerem Karton (350g/qm), in Inside-Out-Optik, mit 16-seitigem Booklet in LP-Größe aus schwerem Offsetpapier inkl. Download-Code und in der Erstauflage im zusätzlichen Schuber. Diesen Schuber gibt es auch bei der Erstauflage der CD, die neben dem 16-seitigen Booklet ein sechsseitiges Digipak mit einem plastikfreien Tray aus Korn aufweist und somit komplett recycelbar und plastikfrei ist.

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