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PASSAROUNDERS - Moonshine Moonwalk

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Artist PASSAROUNDERS
Title M
Homepage PASSAROUNDERS
Label EUROPEAN LABEL GROUP
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Ein Spaziergang im Mondschein ist ja immer was schönes. Doch seitdem es selbst für künstlich erzeugtes Licht einen Verschmutzungsgrad gibt, ist es auch nicht mehr soweit her mit der Romantik. Ein Glück, dass die PASSAROUNDERS sowieso nicht auf Romantik sondern auf Psychpunk mit einer ordentlichen Portion Rock ’n’ Roll stehen. Der „Moonshine Moonwalk“ der Schweden ist somit alles andere als ein Spaziergang…

Dafür gespickt mit allerlei Pikantem für Freunde von genannter Musikrichtung. Die klassische Kombination aus Shouter & Sänger funktioniert bei den PASSAROUNDERS insofern prima, als dass Gröhler Duke mit MOTÖRHEADS Lemmy Kilmister verwandt sein könnte und ihm die Zweitstimme nicht allzu sehr in die Parade fährt. So sorgen „Lite Life“ oder der knackige Titeltrack für Stimmung in der Bude. Hier sind Powerriffs noch mit Strom versorgt und wenn Bässe energisch poltern, wird der Arsch auch im Takt bewegt. Der „Transsylvanian Bongsong“ lebst so nicht nur von den Instrumenten sondern auch vom Songwriting. Das kommt nämlich nicht zu kurz, wenn der „Underground King“ oder der „Twilight Blues“ besungen werden. Zwar hat man im Laufe des Albums ein paar stimmliche und kreative Ausfälle zu beklagen, aber wer braucht schon Kreativität, wenn’s in der Stirn wummert. Die PASSAROUNDERS sind nichts für die zartbesaiteten Seelen unter uns, hier will der Wodka noch im stehen getrunken werden und die Bierflasche notfalls mit Zähnen geöffnet werden. Wer soviel Feingefühl beweist, vergisst gerne auch, daß der Fünfer bei Titeln, welche die Drei-Minuten-Grenze überschreiten, schnell an der Eintönigkeit vorbeischrammt, welche dann lediglich noch mit etwas Restschwung Dynamik überwunden wird.

Der „Moonshine Moonwalk“ kann schnell zum Horrortrip werden. Frontmann La Dolce Duke hängt wie ein Werwolf auf Hetzjagd am Mikrofon und auch die restliche Belegschaft fährt nicht gerade im Schlafwagen der Bahn durch die Lande. Der Psychpunk scheppert roh und kraftvoll, vor allem beatlastig, durchs Gebälk und sorgt für Kurzweil, was wiederum ein paar Schnitzer vergessen lässt. Los, heulen wir den Mond an…

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