| Artist | PATRONS |
| Title | The Momentary Effects of Sunlight |
| Label | I HATE IT |
| Leserbewertung |
Emotional, progressiv, selbstgemacht: Die PATRONS bewegen sich eindeutig im Fahrwasser der kalifornischen Melodic-Core-Legende THRICE, aber addieren ihrer zweiten EP eine Menge Überraschungsmomente hinzu, die während der kurzen Laufzeit für den einen oder anderen Aha-Effekt sorgen. Dabei verweigern sich die Briten beharrlich jeglichen Schubladendenkens und pfeifen auf prätentiöses Szene-Gehabe und heißen jeden willkommen, der offen für ihre Musik ist.
Es ist diese „Alles kann passieren“-Haltung, die PATRONS recht nahe an der Oberfläche des riesigen Post-Hardcore-Pools schwimmen lässt. Die Jungs aus Plymouth bieten bereits mit den ersten drei Songs auf „The Momentary Effects of Sunlight“ anspruchsvoll-komplexe Kost mit vielen erwünschten Features: hochemotionale Vocals, energetische Gitarrensounds, ruhige Postrock-Momente und vertrackte Stop-and-Go-Drums. Dabei ist immer ein Hauch Pop-Appeal zu spüren, der nie anbiedernd herüberkommt, sondern stets der Eingängigkeit der Songs geschuldet ist. Das bipolare „Blood Symphony“ macht dann zum Schluss seinem Namen alle Ehre. In knapp sieben Minuten definiert sich die Band noch einmal komplett neu und setzt die eigene Messlatte ein gutes Stück höher. Geheimtipp! Noch.

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