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PAVOR - Furioso

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PAVOR
Title Furioso
Homepage PAVOR
Label MDD RECORDS/ MAUSOLEUM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Progressive Death Metal Band aus Bonn hat sich zwischen ihrer ersten und zweiten Silberscheibe zehn Jahre Zeit gelassen. Zeit genug, um vergessen zu werden, gerade in unserer schnellebigen Zeit. Nun hat es sich also doch gezeigt, dass die 4 begnadeten Musiker noch zusammen spielen. Allerdings kann man bei dieser Platte nicht von „zusammen“ sprechen. Die einzelnen Instrumente werden großartig gespielt, der Gesang erinnert stark an SIX FEET UNDER. Bei vielen der Songs setzt der Gesang vor den Instrumenten ein, was irgendwie doch ganz witzig klingt. Meine Mitbewohnerin meinte, dass der Sänger wahrscheinlich schlecht gefrühstückt habe. Aber was will man von Mitbewohnerinnen erwarten, die PEARL JAM für die härteste Band der Welt halten. Mir gefiel der Gesang, was vielleicht daran liegt, dass ich SIX FEET UNDER zum Einschlafen höre.

Was allerdings verwundert ist, dass die vier Metaller nicht zusammen spielen, sondern jeder sein Ding durchzieht, was zur Folge hat, dass es zwar gute Parts in den einzelnen Songs gibt, aber keine ganzheitlichen Melodien entstehen. Schade, weil die 4 ihre Instrumente wirklich beherrschen. Ich hätte mir einfach mehr nachvollziehbare Momente als überraschende Solo-Parts gewünscht. Aber egal, mir gefiel der Silberling, weil ich denke, es ist eine dieser Veröffentlichungen, die andere Bands dazu animiert, Parts zu klauen und selber etwas daraus zu machen. Ein Vorreiter also, wenn man es so nennen will, der zwar nichts Neues bringt, aber Altes perfektioniert.

Für Leute, die Spaß an Musik haben, die doch eher anstrengend ist, wird diese Platte die richtige sein. Wer etwas sucht, wozu er blind moshen und mitgrölen kann, wird schwer enttäuscht sein. Ach ja: Die Homepage der Band ist wirklich gut gestaltet: Sämtliche Lyrics, Presseberichte etc. Was ich allerdings sagen muss: Die Fotos der Band sind ziemlich alt und wirken gewollt böse. Da kann man doch noch etwas machen, oder?

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