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PEDRO THE LION - Phoenix

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Artist PEDRO THE LION
Title Phoenix
Homepage PEDRO THE LION
Label BIG SCARY MONSTERS
Veröffentlichung 18.01.2019
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

David Bazans Emo-Alter-Ego PEDRO THE LION war anderthalb Jahrzehnte verschwunden, jetzt erscheint mit „Phoenix“ das erste neue Album der ursprünglich 1995 in Seattle gegründeten Indie-Kapelle, deren Mastermind der bald 43-jährige ist. Nun ist und war Mr. Bazan aber nicht nur einfach der Fronter, der die Songs schreibt, sondern im Grunde das einzige wirkliche Bandmitglied, das im Zweifel gleich auch noch alle Instrumente selbst aufnahm. Dabei wollte er eigentlich die beständige Zusammenarbeit einer Musikgruppe, doch über die Jahre musste er wohl erkennen, dass diese gebräuchliche Vorgehensweise nicht seinem Naturell entspricht. Also mietete er sich einen Proberaum, spielte Schlagzeug, Bass und Gitarre, fand sich wieder ganz in seinen ursprünglichen Prozess hinein und merkte schnell, dass er nach allen Solo-Geschichten wieder genau die Musik machte, die zu PEDRO THE LION gehörte. Im Juni 2018 ging David schließlich zusammen mit Erik Walters (Gitarre & Backing Vocals) und Sean Lane (Drums) zu Andy Park ins Studio, um „Phoenix“ aufzunehmen.

Ob David Bazan damit tatsächlich die Combo gefunden hat, die er immer gesucht hat und mit der er in der gewünschten Form zusammenarbeiten kann, vermag ich nicht zu sagen. Zumindest ist den Herren aber eine hörenswerte Indie-Rock-Platte gelungen, der eine verzwickte, dunkle und hoffnungsvolle Selbstbeobachtung der eigenen Wurzeln zugrunde liegt. Das Ganze beginnt passenderweise mit dem instrumentalen Opener „Sunrise“, auf den mit dem ebenso dringlichen wie beschwingten „Yellow Bike“ mein persönlicher Favorit folgt. Daneben gibt es auch die klassischen PEDRO-THE-LION-Momente mit langsamen, folkigen Lof-Fi-Sounds: „Circle K“ und „All Seeing Eyes“ spiegeln diese beispielsweise wider, jedoch mit einem aufmunternden Unterton als dies in der Vergangenheit der Fall war. Außerdem seien als Anspieltipp empfohlen: das nachdenkliche „Model Homes“ und das temperamentvolle „My Phoenix“, während „Quietest Friend“ im schrammeligen Gewand ermahnt, besser zu sich selbst zu sein, wohingegen das verspielte „Black Canyon“ die Geschichte eines Notfallsanitäters erzählt und zudem auf einen alten Song namens „Priests And Paramedics“ vom 2002er Longplayer „Control“ verweist.

Nach 15 Jahren Funkstille haben wohl nur wenige daran geglaubt, dass PEDRO THE LION noch einmal aus der Versenkung auftauchen würden. Mit „Phoenix“ ist jedoch eine wunderbare Rückkehr gelungen. Die Platte beschreibt mit einer gelungenen Instrumentierung ein Leben, das wahrlich nicht immer auf geraden Wegen verlaufen ist, aber doch irgendwie die richtigen Bahnen gefunden hat.

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