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PESTILENCE - Resurrection Macabre

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Artist PESTILENCE
Title Resurrection Macabre
Homepage PESTILENCE
Label MASCOT RECORDS
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Auch die holländischen Pionier-Technik Deather PESTILENCE juckt es nach 15 Jahren wieder in den Fingern und so legen die beiden Patricks einen perfekten „Testimony of the Ancients“-Nachfolger vor, der mit dem Überklassiker sogar locker mithalten kann! Wer hätte das nach dem jazzigen „Spheres“-Debakel von 1993 noch erwartet? OK, einen van Drunen kann (und will) Mameli stimmlich sicherlich nicht ersetzen, aber das konnte er 91 auch schon nicht. Aber sein Organ ist dennoch derb genug, um ganz klar als Death Metal durchzugehen.

Mit „Devouring Frenzy“ und dem jetzt-schon-Hit „Horror Detox“ geht man gleich in die Vollen und bläst die vergangenen 15 Jahre mit Leichtigkeit weg! Klingt trotzdem keineswegs wie „Testimony Teil 2“, schon allein wegen Bass-Ikone Tony Choy und Peter Wildoer am Schlagzeug, die nun mal ein ganz eigenes Spiel haben! Das extrem technische „Fiend“ lässt einen wieder in selige Pionierzeiten entgleiten, als PESTILENCE es wie keine andere Band verstanden, Death Metal mit jazzigen Elementen und verqueren Sounds zu verbinden. Wildoer blastet nicht nur hier wie ein Berzerker! „Hate Suicide“ könnte ein „Land of Tears“-Nachfolger sein, während „Synthetic Grotesque“ einfach einer der geilsten Songs ist, den die Herren je aufgenommen haben… und davon gibt es ja nun einige! Vom blastigen Anfang weg packt einen diese Granate bei den Nackenmuskeln. Das nicht nur in diesem Song völlig un-Deathige Solo ist auch völlig eigen, so klangen und klingen auch heute noch nur PESTILENCE! Nach dem etwas unspektakulären „Neuro Dissonance“ folgt mit „Dehydrated II“ der nächste Knaller, der nicht umsonst als Fortsetzung eines eigenen Klassikers benannt ist! Trotz aller sphärischen Parts: So extrem knüppelig hat man die Holländer seit den Anfangstagen nicht mehr gehört! Der Titeltrack lässt es mal etwas gemächlicher angehen, groovt dafür aber unwiderstehlich. Das hyperblastige „HangMan“ und das mordseingängige „Y2H“ werden jeden PESTILENCE-Fanatiker im Quadrat bangen lassen und mit dem ebenfalls groovenderen „In Sickness and Death“ beschließt man dieses Hammercomeback ebenso geil, wie man es begonnen hat.

Alles richtig gemacht also! Geiler kann man nicht wieder in die Szene platzen als mit „Resurrection Macabre“, welches natürlich umgehend in jede Death Metal-Sammlung gehört! Sparen können hätte man sich allerdings die Neuaufnahmen von 3 absoluten Bandüberklassikern im aktuellen Line-Up, welche zwar technisch sauberer gezockt werden, aber ihrer Magie beraubt wurden. Gibt’s auf dem limitierten Digi-Pack und interessant ist das auf jeden Fall, sich „Chemo Therapy“, „Out of the Body“ und „Lost Souls“ im neuen Gewand anzuhören. Kann gegen die Originale aber nicht anprügeln.

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