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PETER BJÄRGÖ - A Wave Of Bitterness

VN:F [1.9.22_1171]
Artist PETER BJÄRGÖ
Title A Wave Of Bitterness
Homepage PETER BJÄRGÖ
Label KALINKALAND RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

PETER BJÄRGÖ hat sich mit ARCANA einen ausgezeichneten Ruf im Ethereal/ NeoKlassik/ Medieval Sektor erarbeitet. Nach deren letztem, hochgelobten „Raspail“ Album schien für ihn die Zeit gekommen, (wieder) einen fruchtbaren Ausflug in Solo-Gefilde zu unternehmen. Dieses erstmals unter eigener Flagge geführte Vorhaben, das schließlich in „A wave of bitterness“ mündete, offenbart aber nach wie vor unverkennbar seine prägende Handschrift.

Stilistisch ist das auf neun Kompositionen verteilte Material daher von der typischen ARCANA Atmosphäre auch gar nicht allzu weit entfernt, sondern schlägt oftmals in eine ähnliche schöpferische Kerbe. Die markanteste Abweichung liegt in der Beschränkung auf die eigene sonore Stimme und damit auf rein männliche Gesangslinien. Ohnehin ist das Werk – sowohl textlich als auch musikalisch – sehr introvertiert gehalten. Neben einigen ruhigen, düster-melancholischen Instrumental-Stücken auf der Basis von Pianoklängen („Ianua“) oder vorsichtigen Gitarrenakkorden sowie Ambient-nahen Flächensounds („Insomnia“) stechen vor allem aber die gesangsbetonten und rhythmisch/ perkussiv ausgereift angelegten Songs heraus. „Imprisonment of the mind“ etwa oder auch „A wave of bitterness“ selbst formen hierbei eine Woge kraftvoll-erhabener und zugleich stimmungsvoll verwobener Klänge. Der von schwermütigem Klavierspiel und betörenden Vocals durchzogene Schlusstrack „Withdrawal“ ist schließlich so ein Stück, welches man am liebsten in einer Endlosschleife hören würde, um sich darin immer weiter zu verlieren.

Das altgediente Sprichwort „In der Ruhe liegt die Kraft“ lebt bei PETER BJÄRGÖ folglich auf eindrucksvolle Art und Weise wieder auf. Ein Muss für die trübe Jahreszeit.

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