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PETER HEPPNER - My Heart of Stone

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Artist PETER HEPPNER
Title My Heart of Stone
Homepage PETER HEPPNER
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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4.1/10 (31 Bewertungen)

PETER HEPPNER, der Mann mit der goldenen Stimme, veröffentlicht sein 2tes Soloalbum nach der Emanzipation von WOLFSHEIM, bei der nächsten Rezi muss man diesen Namen nicht einmal mehr nennen. War „Solo“ aus dem Jahre 2008 trotz Top 10-Platzierung noch ein wenig unausgegoren, noch ein wenig zu sehr Übergang und Trotz, vor allem viel zu gleichförmig/ ruhig, kommt der Mit-40er dieses Mal deutlich besser auf den Punkt. Auf dem Sonwriting-Deck übrigens wieder mit Lothar Manteuffel (Rheingold, Electric Music) und Dirk Riegner (Alice 2, Milù), dazu auch im Gegensatz zum Vorgänger mit einem ordentlichen Cover, das Zerrissenheit und Melancholie ausdrückt. Das kalte Herz? Zu Stein erstarrt? Doch nicht ohne Hoffnung…

Zuerst aber ein kleiner Rüffel: Die Vorabsingle erinnert thematisch doch recht stark an „Alleinesein“, hier wie da geht es darum, sich vor der Außenwelt zu verschließen, ins schöne warme Schneckenhaus zu kriechen. Das wirkt ein wenig kalkuliert, ebenso wie der Kinder-Chor im „Kids Edit Bonustrack“. Muss man das seit UNHEILIG so machen? Dabei ist das gute Stück musikalisch durchaus wohlklingend geraten. Zum Glück gibt es heuer aber deutlich mehr Abwechslung, neben 4 französisch betitelten Instrumentals sind die allermeisten Songs übrigens in Englisch gehalten. Hier überzeugen vor allem das an ältere DEPECHE MODE erinnernde „God smoked“ sowie der schöne Midtempo Synthie Popper „Whenever I miss you“, das problemlos auch auf den letzten WOLFSHEIM-VÖs hätte stehen können. So jetzt habe ich das „böse Wort“ aber zum letzten Mal untergebracht. „Noch nicht so weit“ steht in der Tradition ruhiger Titel wie „Kein Weg zurück“, hier wird die Melancholie fast greifbar. Doch gleich das folgende „Cry tonight“ ist entgegen seines Titels eher ein luftig leichter Track mit pop-rockigen Strukturen (wie etwa auch „I won’t give up“). Fast zum Schluss leistet Peter noch seinen Beitrag zu den „wichtigen“ Sportveranstaltungen in diesem Jahr. „Alles klar“ ist eine Art „dunkel-treibende“ Hymne, die Zitat „nicht erst ab 2 Promille“ Spaß machen soll. Also weniger was für die Ultras oder Menschen, die sich Deutschland im Kleinformat über die Außenspiegel ziehen. Ist ganz gut geworden aber natürlich auch recht zeitgeistig.

„Weisst du noch wie’s war…“ – nein so muss man heute nicht mehr trauern. PETER HEPPNER legt ein in seinen Grenzen sehr variables Album auf den Tisch, das sich seiner Vergangenheit bewusst ist und dennoch mainstreamtauglich ist. Das eine oder andere mag auch etwas beliebig sein, aber die überaus markante Stimme überbrückt auch diese Momente. In „diese Welt“ mag man gerne folgen…

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