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PHARRELL WILLIAMS - Girl

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Artist PHARRELL WILLIAMS
Title Girl
Homepage PHARRELL WILLIAMS
Label SONY
Leserbewertung
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3.0/10 (1 Bewertungen)

PHARRELL WILLIAMS sieht in seinen kurzen Hosen und den übergroßen Hüten ja immer ein wenig schmächtig aus und tatsächlich ist er mit seinen 1,75 m Körpergröße nicht unbedingt ein Riese. Spätestens mit seiner zweiten Solo-Platte „Girl“ wird der Mann aber mit Sicherheit bei den Großen mitspielen, da bin ich mir sicher. Als Produzent zählte er ja schon länger zur ersten Riege und auch als Gastsänger hat sich der bald 41-jährige bereits seit Längerem einen Namen gemacht. Als Referenzen seien hier nur „Get Lucky“ von DAFT PUNK und „Blurred Lines“ von ROBIN THICKLE genannt.

Jetzt soll nach dem 2006er Debüt „In My Mind“ der endgültige Durchbruch im Alleingang folgen und zumindest das allgegenwärtige „Happy“, das anscheinend rund um den Erdball die Chartspitze erklommen hat, dürfte den Weg dafür geebnet haben (Nummer 1 in 175 Ländern!). Ansonsten bieten auch die übrigen neun Songs alles, was man von perfekt produziertem Pop erwarten darf: Bombastische Streicher beim Opener „Marilyn Monroe“, aufgedrehte Funk- und R’n’B-Rhythmen bei „Band New“ (im Duett mit dem zweiten Hochtöner JUSTIN TIMBERLAKE) und Dancefloor-Filler a la „Hunter“. In diesem Sinne schließt sich auch das makellose „Gush“ an, ehe das temperamentvolle „Come Get It Bae“ Verstärkung von MILEY CYRUS erfährt und das cool groovende „Gust of Wind“ stark an den DAFT-PUNK-Sound erinnert, den Mr. Pharrell ja in Teilen durchaus erfolgreich mit gestaltet hat. Sollte hier etwa Resteverwertung stattgefunden haben? „Lost Queen“ klingt derweil etwas weniger glatt und für „Know Who You Are“ konnte Pharrell mit ALICIA KEYS einen weiteren Star hinters Mikro locken, der dem Track tatsächlich souliges Leben einhauchen konnte. Wäre da noch das natürlich absolut discotaugliche „It Girl“, bei dem der Mann im Bademantel seine Stimme ein letztes Mal in falsettartige Höhen schraubt.

Dieser schlichte Bademantel vom „Girl“-Cover sollte den werten Hörer allerdings nicht täuschen: Bei PHARRELL WILLIAMS ist alles auf Hochglanz poliert. Wer auf derart durchexerzierte Unterhaltung steht, bekommt einen Mix aus R’n’B, Funk und Disco, mit dem sich die Zeit bestens vertreiben lässt. Dem Rest werden vermutlich die Ecken und Kanten fehlen, aber die große Mehrheit, die „Happy“ noch im Ohr hat, wird schon dafür sorgen, dass 2014 ein gutes Jahr für Pharrell wird.

 

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