| Artist | PHILIPP MÜNCH |
| Title | Into the Absurd |
| Homepage | PHILIPP MÜNCH |
| Label | ANT-ZEN |
| Leserbewertung |
Seit nunmehr 20 Jahren ist PHILIPP MÜNCH im elektronischen Bereich tätig. Trotzdem dürfte der Herr vielen (zunächst) kein Begriff sein. Denn nach zwei Jahren Arbeit liegt nun erst das Debüt-Album „Into the Absurd“ unter eigenem Namen auf Ant-Zen vor. Wohl aber fast jedem bekannt sind Projekte wie SYNAPSCAPE, THE RORSCHACH GARDEN, ARS MORIENDI oder MONOKROM. Hinter all diesen und diversen weiteren steht Mastermind PHILIPP MÜNCH und deckt damit vom poppig-analogen Elektrosound über Industrial bis hin zum Noise nahezu alle Facetten elektronischer Musik ab.
„Into the Absurd“ zeigt allerdings keine neue Seite des Künstlers und der Hörer hat häufig das Gefühl, bereits Bekanntes zu hören. Vielmehr ist das Album eine Compilation seines Schaffens, nicht bloß aneinandergereihte Stile, sondern intelligent zusammengefügte Tonwerke. Das erste Hören macht Spaß, es ist spannend, was wohl als nächstes kommen mag: experimentelle Stücke, rhythmischer 80ies-Elektro und Minimal im Stil von THE RORSCHACH GARDEN, tanzbarer Industrial/ Rhythmic Noise, wie man ihn von SYNAPSCAPE kennt oder Noise à la MONOKROM. Man erkennt auch Einflüsse von Industrial-Legenden wie THROBBING GRISTLE und CABARET VOLTAIRE. Die Spannweite reicht von düsteren Dark Ambient-Flächen, pulsierenden Drones, analogen Drumcomputern, Bass-Loops bis hin zu poppigen Synthie-Lines. PHILIPP MÜNCH legt sich in keinster Weise fest und sprengt damit die Grenzen der Genre-Schubladen. Dabei klingt „Into the Absurd“ keinesfalls absurd oder undurchdacht. Die zwölf Stücke tragen alle eine Handschrift, nur sehr verschiedenen ausgelegt.
PHILIPP MÜNCH legt hier ein sehr gelungenes Solo-Debüt-Album hin, das hoffentlich einen Nachfolger finden wird. Ganz so allein ist er aber doch nicht. Schließlich sind seine Gattin Babsi Teichner und sein langjähriger Freund Tim Kniep wie bei vielen anderen seiner Projekte auch mit am Start. Vor allem die tanzbaren Minimal- und Industrial-Stücke sind richtige Hits. Fans elektronischer Musik machen mit dem Kauf von „Into the Absurd“ nichts falsch. Zugreifen!

Hinterlassen Sie einen Kommentar.
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.