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PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB - Loyalty

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Artist PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB
Title Loyalty
Homepage PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB
Label CARGO
Leserbewertung
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7.8/10 (344 Bewertungen)

Huch, in zwei Jahren kann PHILLIP BOA auch schon das dreißigjährige Bestehen seiner Kapelle THE VOODOOCLUB feiern. Dass ich Herrn Figgen und seine Mucke fast genauso lange kenne, zeigt mir, dass ich langsam alt werde, aber viel wichtiger ist, ob der Wahlmalteser mit seiner Mannschaft auf seiner brandaktuellen 18. Studioplatte „Loyalty“ nur alte Sounds neu aufbereitet oder auch neue Ideen in petto hat.

Sehr verehrte Damen und Herren, ich darf vermelden, dass die Symbiose aus vertrautem BOA-Stuff und frischem Beiwerk bestens gelungen ist. Da nennt der stets ein wenig grantig wirkende Sänger und Gitarrist als Einflüsse alte Recken wie DAVID BOWIE, die frühen ROXY MUSIC und JOY DIVISION, verschließt sich aber auch nicht der Musik aktueller Bands wie ARCADE FIRE, den VACCINES oder HOWLER – um am Ende unverwechselbar PHILLIP BOA AND THE VOODOOCLUB zu bleiben. Mit dem Opener „Black Symphony“ startet die abwechslungsreiche Reise mit schrammeligem Poprock, während das wütend-rockende „Want“ mit Elektro-Elementen und dem süßen Gesang von Pia Lund aufwartet. Frau Lund und ihr Ex ergänzen sich gesanglich immer noch perfekt und mit „Ernest 2“ findet sich eine wahre Hymne auf „Loyalty“. Der Titeltrack macht im Übrigens ebenfalls eine gute Figur und rockt locker aus der Hüfte, ehe „Till The Day We Are Both Forgotten“ den schmachtenden Düster-Lovesong gibt und mit „Sunny When It Rains“ BOA-typische Pop-Avantgarde mit viel Drive auf dem Programm steht. Für das treibende „My Name Is Lemon“ versammeln sich Pia und Phillip erneut gemeinsam vorm Mikro, bevor „Under A Bombay Moon Soon“ vergleichsweise frickelig in die Gehörgänge kriecht. In diesem Sinne schließt sich auch das geheimnisvolle „Lobster In The Fog“ an, ein Kleinod, bei dem nicht nur die beiden Vokalisten gemeinsame Sache machen, sondern auch der VOODOOCLUB ganze Arbeit leistet. Auf die beiden Tracks „You Are Beautiful And Strange“ und „When The Wall of Voodoo Breaks” musste ich auf meiner Promo-CD leider verzichten, deshalb enden meine Ausführungen mit dem energiegeladenen „Dream On Planet Cherry”, das sich mit Sicherheit schnellstens zum festen Bestandteil der Live-Setlists entwickeln und die Fans zum Tanzen bringen wird.

PHILLIP BOA AND THE VOODOOCLUB gehören zu den deutschen Indie-Größen, die über Jahre und Jahrzehnte ihre alten Fans begeistern und neue gewinnen konnten. Das wird ihnen auch mit „Loyalty“ gelingen – insbesondere live, denn natürlich stehen auch diverse Gigs an, die Boa, Lund und ihre Truppe (Drummer, Muliinstrumentalist und Co-Produzent Brian Viglione, Gitarrist Oliver Klemm, Keyboarder Toett, Bassist Maik T und David Vella an den Keys und Percussions) von Ende September bis Anfang Dezember einmal durch die ganze Republik führen werden. Nicht zu vergessen natürlich die beiden Termine in Österreich und der Schweiz…

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