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PHOTONENSURFER - Neue Weltordnung

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Artist PHOTONENSURFER
Title Neue Weltordnung
Homepage PHOTONENSURFER
Label MOTOR MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Dirk Jahrens, Kopf und Sänger der PHOTONENSURFER, hat eine interessante und von der Leidenschaft zur Musik geprägt Vita: Aufgewachsen in Ostdeutschland, wollte er schon mit zehn Jahren weg aus der DDR, „wissen, was hinter der Grenze liegt“. Das Studium wird ihm verweigert, weil er sich verweigert hatte, nämlich der NVA. Die Eltern finanzieren ihm eine private Musikschule und Ziel seiner Träume ist London. Kaum ist die Mauer gefallen, ist er auch schon mit Kumpel Thorsten über den Kanal, beide können kaum Englisch, halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und hatten zwischendurch schon fast einen Plattenvertrag in der Tasche. Aus familiären Gründen kehrt Dirk in seine Heimat zurück, verliert Thorsten aus den Augen und fängt an, Songs auf Deutsch zu schreiben. Mittlerweile holte er Thorsten zurück und zusammen mit Dominik am Bass und Tom an den Drums sind sie nun die PHOTONENSURFER. Die Stilrichtung würde ich als deutschen Brit-Pop bezeichnen, was angesichts des Werdegangs ja durchaus sinnig und stimmig erscheint.

Der Opener ihres Debüts präsentiert sehr einschmeichelnd fließenden Gitarren-Pop passend zum Titel „Sterne“. Beim Titeltrack „Neue Weltordnung“ fällt dann vor allen Dingen Dirks nasal gepresster Gesang auf, wer singt noch so? STOPPOK fällt mir ein, ohne hier musikalische Parallelen aufzeigen zu wollen. Ich weiß nicht recht, ob es an diesem Timbre liegt, aber emotionale Songs wie „Ich glaub an dich“ wollen mich so recht nicht packen, „Machtlos“ und „Elysium“ sind für meinen Geschmack gar sehr weinerlich. „An Euch“ ist da noch das schönste der ruhigen Stücke, die insgesamt dominieren. Wesentlich besser (auch stimmlich) gefallen mir jedoch das düster-treibende „Nicht für mich“ oder die erhabene Hymne „Photonensurfer“. Beide Stücke transportieren eine Mischung aus Sehnsucht und Melancholie, die mich an ZOMBIE JOE erinnert.

Für das Resümee „großer Wurf“ reicht das aber wohl nicht aus, dafür hat die Photonenstrahlung noch keine allzu durchschlagende Wirkung in mir ausgelöst, aber welchen leidenschaftlichen Musiker wird das schon aus der Bahn werfen?

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