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PIG DESTROYER - Phantom Limb

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Artist PIG DESTROYER
Title Phantom Limb
Homepage PIG DESTROYER
Label RELAPSE
Leserbewertung
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Eine Legende schlägt zurück – und das gewaltig! Das neue Album der allseits bekannten Grindcore-Helden von PIG DESTROYER bietet wirklich restlos alles, was eine hochqualitative (Ja, Grind kann auch Niveau haben!) Krawallplatte besitzen muss, um ihrem Namen gerecht zu werden. Das fängt schon bei dem äußerst genialen Artwork an: Selten habe ich ein dermaßen schönes und zugleich doch nicht minder brutales Cover gesehen, welches es der Band schon optisch leicht machen dürfte, die Releases der Konkurrenz in den Schatten zu stellen und sich klar von den häufig durchschnittlichen Veröffentlichungen der Szene abzuheben.

Doch nicht nur optisch ist die Band ein Unikat, sondern vielmehr auch musikalisch: In gewohnter Manier wird auch auf dieser Scheibe der sympathischen Amerikaner alles in Grund und Boden geblastet, was im Vergleich zu vorhergegangenen Alben jedoch deutlich reifer erscheint: Zu den bloßen Blast- und Krawallparts der früheren Jahre gesellen sich jetzt immer mehr extrem treibende Thrash- und Deathriffs, die dem ganzen nicht nur eine größere Vielschichtigkeit, sondern auch eine gewisse Reife verleihen. Aber keine Angst, PIG DESTROYER haben auch diesmal nicht vergessen, wer sie sind und so kann ich dem nostalgischen Grinder mit Garantie versprechen, dass auch auf diesem Album nichts weit entfernt von der 250bpm-Grenze bleibt. Man merkt förmlich, dass die Lust der Jungs an ihrem Geschäft in den letzten Jahren eher gestiegen als gefallen zu sein scheint. Das psychotische Gebrülle und Gekreische erscheint aufgrund der gestiegenen Vielfalt noch brutaler und zerstörungswütiger, als es das auf einem der Vorgängeralben je zu sein vermochte; vermischt mit harter Gitarrenarbeit im Stile NAPALM DEATHs ergibt sich so das tödliche Gebräu, welches „Phantom Limb“ zu einem Meilenstein des Grindcores machen könnte.

Zu den Songs an sich gibt es folglich also auch nicht allzu viel zu sagen. Hervorheben möchte ich dennoch das genickbrechende zweite Stück „Jupiter`s eye“, welches mich besonders durch seine enorme Dynamik überzeugt hat. Außerdem zu empfehlen ist das wütende „Fourth Degree Burns“ und der Grindkracher „Loathsome“, der selbst den härtesten Metal Maniac in die Knie zwingen sollte. Ich persönlich muss sagen, dass es für mich eines der wenigen Alben ist, welches diese Tat regelmäßig an mir bewerkstelligt und es wohl lange dauern wird, bis ich das wieder einmal von einer Grindscheibe behaupten kann.

Kleine Hörproben gibt’s, wie gewohnt, unter den oben angegebenen Links. GRIND YOUR MIND!!!

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