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PILOMOTOR - The Magic Hour

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Artist PILOMOTOR
Title The Magic Hour
Homepage PILOMOTOR
Label N-GAGE
Leserbewertung
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8.4/10 (9 Bewertungen)

PILOMOTOR sind in Luzern zu Hause und haben sich nach den Nervenfasern benannt, die für die Aufrichtung der Hauthärchen zuständig sind. Was man gemeinhin als Gänsehaut kennt, heißt eigentlich „Pilomotorischer Reflex“ und im Grunde genommen will der Vierer genau das bei seinen Zuhörern erreichen.

Zu diesem Zweck haben die Schweizer nach eigenem Bekunden „das Beste der letzten Jahre zu einem einzigartigen, tief schürfenden und berührenden Ganzen“ vermischt. „Das Beste aus…“ klingt zunächst mal nach dem ewigen Radioeinerlei, tatsächlich blitzt beim deutschsprachigen „Das Vorspiel“ allerdings ein wenig POLARKREIS 18 durch, auch wenn Sänger Guido, der auch für die Keys und die zweite Gitarre zuständig ist, seine Stimme nicht in ähnliche Höhen wie P18-Fronter Felix Räuber schraubt. Aber gerade bei den ruhigeren Nummern wie „Closer To The Sky“ oder dem Titeltrack „The Magic Hour“ dürften auch Fans der Dresdner Combo wohlige Schauer überkommen. Mir persönlich gefallen die Stomper a la „Liar“ und „On This Night“ besser, bei Schmachtfetzen wie „In The End“ tragen die Eidgenossen eher ein bisschen zu dick auf, was jedoch verzeihlich ist, denn insgesamt liefern PILOMOTOR wirklich ein rundes Album ab. Das instrumentale „13, Rue Belgrand“ und das sich anschließende Let Go Now“ bringen die nötige Spannung mit und frickeln ganz herrlich Richtung Prog Rock, während „Polarity“ und „The Reason“ wieder straight nach vorn rocken. „Goodbye, Goodnight“ nimmt erneut ein wenig Tempo raus, diesmal klingt jedoch mehr Alternative des Schlages an, wie man ihn bisweilen in amerikanischen Stadien zu hören bekommt, ehe „Where The Sun Will Set“ mit reduziertem Klaviergeklimper die Debütplatte des Quartetts beendet.

„The Magic Hour“ ist vielleicht nicht ganz so bombastisch ausgefallen, wie die Band ihr Baby beschreibt, zweifelsohne ist PILOMOTOR jedoch ein abwechslungsreicher Erstling gelungen, der zu hören ganz einfach Spaß macht. Eingängig, aber nicht rundgelutscht, bleiben die Melodien im Kopf und gehen bisweilen sogar ins Bein.

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