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PIXIES - Beneath The Eyrie

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Artist PIXIES
Title Beneath The Eyrie
Homepage PIXIES
Label BMG
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Am vergangenen Montag haben die PIXIES in Köln eines ihrer seltenen Konzerte gegeben. Ich konnte nicht dabei sein und dafür könnte ich mich in den Allerwertesten beißen! Aber glücklicherweise gibt es ja noch die Konservenkost der Helden meiner Jugend, deren Hyme „Where Is My Mind?“ wirklich jeden Samstag in meiner Stamm-Disse, dem Osnabrücker Hyde Park, gespielt wurde. Ihrer Discografie haben Mastermind Black Francis (Gesang & Gitarre), der zweite Gitarrist Joey Santiago, Drummer David Lovering und Paz Lenchantin (Bass & Gesang) zudem einen weiteren Silberling hinzugefügt, der natürlich auch Anlass für die Konzertreise der 1986 gegründeten US-Indie-Kapelle war. Es handelt sich um das dritte Album seit der 2004er Reunion und die achte Langrille in der gesamten Bandgeschichte, die damals mit der wunderbaren Kim Deal begann. Zwischenzeitlich zupfte die unlängst an ALS verstorbene Kim Shattuck den Bass, seit 2014 hat den Job jedoch die bereits erwähnte Paz inne. „Beneath The Eyrie“ heißt die zwölf Tracks umfassende LP, die bei mir in Dauerschleife läuft.

Der Opener „In The Arms of Mrs. Mark of Cain“ heißt mit Blacks nöligem Gesang, jaulenden Gitarren und eingängigem Drive Willkommen, bevor es auf den „Graveyard Hill“ geht, wo die erste Single-Auskopplung in bester PIXIES-Manier ins Bein geht. Ähnlich verhält es sich auch mit dem beschwingten „Catfish Kate“ – die PIXIES-Gitarren sind einfach unverkennbar und auch nach 33 Jahren ein absoluter Genuss. Derweil übernimmt das rhythmusbetonte „This Is My Fate“ mit einem Hauch von Jahrmarkt-Feeling, während „Ready For Love“ im besten Sinne vor sich hin schrammelt und „Silver Bullet“ zunächst leisere Töne anschlägt, um dann erneut in die typischen PIXIES-Gefilde zurückzukehren. Hier tummelt sich auch das knackige „Long Rider“, bevor Miss Lenchantin bei der Shoegaze-Nummer „Los Surfers Muertos“ das Sagen übernimmt. Nicht nur im Alleingang, auch im Zusammenspiel mit Francis gefallen ihre Vocals, wobei der letztgenannte auf „St. Nazaire“ fast schon horrorpunkmäßig unterwegs ist. Als krasses Gegenteil schließ tsich hier das zart instrumentierte „Bird of Prey“ an, um dank „Daniel Boone“ wenig später in verträumte Sphären abzutauchen. Bleibt noch das finale „Death Horizon“, das halbakustisch daherkommt und für gute Laune sorgt.

In den PIXIES-Sound hat sich dieser Tage eine Idee Gothic geschlichen, was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass die Aufnahmen zu „Beneath The Eyrie“ im Dezember 2018 in einer zum Studio umgebauten Kirche nahe Woodstock stattfanden. Die Umgebung war wohl ein bisschen spookig und diese Atmosphäre findet sich hier und da auch im Songwriting wieder -sowohl textlich als auch musikalisch. Ein neuer Einfluss, der den PIXIES gut steht und auch den Platz 22 in den deutschen Charts rechtfertigt.

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