| Artist | PLANETAKIS |
| Title | Out of the Club, Into the Night |
| Homepage | PLANETAKIS |
| Label | PENG MUSIK/ CARGO RECORDS |
| Leserbewertung |
„Du willst Komplimente hören, und zwar mit Gewalt…“ – Solche Sprüche habt ihr doch gar nicht nötig, das Lob kommt von ganz allein. Aber PLANETAKIS sind wie ihre Stadt: Cool, laut und immer auch ein wenig prollig, Hauptsache abfeiern. Auf dem Cover in mondänem Agentenklischee abgebildet legen Ex-ANGELIKA EXPRESS Cheffe Robert Drakogiannakis und seine stimmliche Muse Jenny Fey (INNER CONFLICT) mit „Out of the Club, Into the Night“ bereits ihren 2ten Longplayer vor, der entsprechend stilecht als Miniatur Vinyl über den Tresen kommt. Die beiden haben sich der Legende nach 2005 in einer Cologner Bar kennen gelernt, seitdem frönt man gemeinsam einem trendy Stilcocktail aus Club Sounds und Electro Pop. Wilde, wortspielende Texte inklusive.
Ob man nun RAMMSTEIN, KYLIE MINOGUE (die erste Single) oder JAMEZ BOND zitiert, immer wildert man in der Populärkultur und das durchaus mit Stil. Für die ganz Neugierigen: „Mike Patton“ vom Debüt „Beautiful Today“ wird hier zum Dance Stampfer „No Faith No More“, was für ein Statement. Hans Nieswandt, bekannter DJ und Produzent darf einen Remix zu „Pogo in the Shoes of…“ beisteuern, der sich doch deutlich vom Original abhebt. Ansonsten regiert der pure Wille zum abdancen, am besten in Hautengen Klamotten unter wild loderndem Laserlicht. Alles für den Moment, nichts für die Ewigkeit, ein Konzept, das greift in unseren Zeiten. Die 2te Auskopplung „Messages“ erinnert zwangsläufig an CLIENT, „Letters to Norway“ hingegen eher an SPILLSBURY. Dabei kann man mit den deutschsprachigen Parts nicht ganz so punkten, wo man eher bemüht rüberkommt, doch als kleiner Farbtupfer zwischendurch schon recht ok und vergleichsweise bodenständig. Vereinzelte Gitarrentupfer sorgen zudem für Indie Feeling.
Eine Fingerübung in Sachen Electronic Groove zwischen NORTHERN LITE, LADYTRON und den anderen teilweise oben genannten Verdächtigen: Jederzeit unterhaltsam und noch dazu szeneübergreifend einsetzbar. Ganz ohne Gewalt aber mit viel Kompliment…

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