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PLUTONIUM ORANGE - Volume

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Artist PLUTONIUM ORANGE
Title Volume
Homepage PLUTONIUM ORANGE
Label FIREBOX
Leserbewertung
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PLUTONIUM ORANGE – was für eine Mischung. In der Namensgebung sind ja eh bekanntlich kaum oder keine Grenzen gesetzt. Und so kommt halt dieses „radioaktive Entlaubungsmittel“ als Bandbezeichnung zum Vorschein. Und passender Weise wird zum etwas schrägen Namen der Band auch Stoner Metal (oder laut Label-Angabe „Melodic Stoner Metal) zelebriert. Man darf gespannt sein, wie sich die Finnen schlagen. Denn genau genommen hat das Album hier eine Entstehungsgeschichte von gut 10 Jahren, da es die Formation schon eine Dekade gibt – nur das offizielle Album- und Labeldebüt hat bis 2009 auf sich warten lassen.

Ein Glück, dass Metalbands im Allgemeinen nicht die Halbwertzeit von Radiopop haben, sondern auch trotz „gesetzten Alters“ des Materials noch gut klingen können. Denn genau dieses Kriterium erfüllt „Volume“. Erstaunlich frisch und flott schrammelt der Opener „One of us“ (und nein – es ist kein Cover des Songs von JOAN OSBORNE) los. Auch das folgende Stück „Killer by the road“ hält die flotte Gangart bei. Kleine Soli und angemessener Gesang wissen dabei zu gefallen. Bei „Bend“ kommt erstmals ein ruhigeres Intro ins Spiel. Später unterstützt von gängigem und einfachem aber wirkungsvollem Riffing macht sich dieses Stück auch im Ohr breit. Mit „Glow“ versucht man sich an einer Halbballade mit leichtem Popeinschlag – auch nicht übel. Jedoch fällt mit diesem (dem 4. Stück) auf, dass der Gesang, der am Anfang noch ansprechend war, sich nicht wirklich verändert und der Sänger die ganze Zeit immer in der gleichen Stimmlage singt. Wem diese Art des Gesangs (recht hoch mit Hang zum Jammern) gefällt, der wird auch mit den kommenden Stücken kein Problem haben. Jedoch hat der Vortrag am Mikro für alle Anderen mit der Zeit eine nervige Wirkung. Wo es aber keinen Grund zu mosern gibt, ist die Instrumentalisierung. Hier wird gut gearbeitet und präzise gespielt. Die Soli sitzen, die Riffs haben „Hand und Fuss“ und das dynamische Schlagzeug treibt die Stücke voran. Auch am Sound gibt es nichts zu meckern. Wenngleich die Produktion mich zuweilen an radiokompatible Bands wie NICKELBACK erinnert, ist sie für diese Art Musik gut und weiß zu Überzeugen.

Soll ich nun eine Empfehlung geben? Ja – für alle, die auf neues und gutes Material aus dem Stoner-Bereich wert legen, sei hier die Notiz für den Einkaufszettel ausgesprochen. Jedoch wird diese CD keinen bekehren, der diese Art Sound bis dato noch nicht mochte. Denn dafür ist das Material einfach zu archetypisch und bietet nichts, was nicht dutzend andere auch schon haben.

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