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POINTERS HEAD - Fireplug-Hysteria

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Artist POINTERS HEAD
Title Fireplug-Hysteria
Homepage POINTERS HEAD
Label BLACK BARDS ENTERTAINMENT
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

POINTERS HEAD gründeten sich bereits 1997 im oberbergischen Lindlar und bezeichnen ihre Musik selbst als Metal-Rock moderner Prägung. Da bin ich ja mal gespannt, was der erste Plattendeal der vier Jungs aus der Provinz zu bieten hat.

Nach ein paar Klängen Bass kommt der Hinweis, dass es sich bei der mir zur Verfügung stehenden CD um ein unverkäufliches Promo-Muster handelt. Da scheint die Plattenfirma große Angst vor Raubkopien zu haben, bei einer Band dieser Größenordnung wohl eher unnütz. Das folgende „Last Night In Tokyo“ ist ja ganz nett, haut mich jetzt aber auch nicht vom Hocker. Dafür nervt beim nächsten Stück schon wieder der Promo-Hinweis, während „Pumphead“ ähnlich basslastig wie der Opener daherkommt und wenig Abwechslung bringt. Und da ist er schon wieder: Der besagte Hinweis… Ich befürchte schon fast, dass mir dieser Spruch in Bezug auf „Fireplug Hysteria“ am meisten im Gedächtnis bleiben wird, da auch „Hate“ mit wenig neuen Ideen oder aufmerksam machenden Melodien aufwarten kann. Ich glaube, so etwas nennt man Hausfrauen-Rock: Putzend können die Damen sich ihrer wilden Tage erinnern ohne Gefahr zu laufen, beim Hören der Songs zu sehr von der Hausarbeit abgelenkt zu werden. „Trip To Nowhere“ ist wenigstens so richtig auf 80-er Jahre gemacht, offensichtlich sind POINTERS HEAD große Fans von MÖTLEY CRÜE und ähnlichen Hairspray-Metal-Größen. Allerdings kennt man aber auch den 90-er Jahre Crossover, der mit „We Want It Back“ bedient wird; Hat man aber alles auch schon viel besser gehört. „Die Between Your Legs“ wäre vielleicht gar nicht schlecht, wenn es nicht so grottig produziert wäre. Auf ihrer Homepage schreibt das Quartett, es läge reichlich Lehrgeld an Studiobetreiber hinter der Gruppe, stellt sich die Frage, ob POINTERS HEAD das auch auf ihre aktuelle Scheibe und deren Produzenten beziehen. Hier fehlt es echt an Professionalität. Auch der Kuschelsong für den Metaller „Rage“ besticht durch Austauschbarkeit ohne Ecken und Kanten. Überflüssig zu sagen, dass auch die letzten drei Songs nicht mehr die erhoffte Wendung bringen. Zum Schluss kommt noch ein fast instrumentaler Schuppenschüttler-Song, zum Headbangen haben andere Bands aber wahrlich schon geilere Gitarren in Szene gesetzt. Als einzige Überraschung erwartet mich dann nach einer minutenlangen Pause ein finaler Track, wohl als Belohnung für alle, die bis jetzt durchgehalten haben. Ist vielleicht sogar das beste Stück der Platte.

Was uns die Herren da insgesamt präsentieren ist allerdings wahrlich kein Metal-Rock moderner Prägung, sondern ziemlich ausgelutschter und weichgespülter Möchtegern-Metal. Hier fehlt ganz eindeutig die eigene Handschrift, das gewisse Etwas, um sich von den vielen anderen Kapellen zu unterscheiden, die ebenfalls auf ähnlichem Level herumdümpeln… Mehr als Regionalliga in der oberbergischen Provinz ist so leider nicht drin.

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