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POISON THE WELL - The Tropic Rot

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Artist POISON THE WELL
Title The Tropic Rot
Homepage POISON THE WELL
Label FERRET MUSIC
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Zwei Jahre nahmen sich die Herren von POISON THE WELL Zeit, um an einem neuen Album zu feilen. Jetzt legen die Post-Hardcore/ Metalcore Urgesteine aus Miami mit „The Tropic Rot“ ihren sechsten Longplayer vor.

Ein wenig ALEXISONFIRE, ein wenig 36 CRAZYFISTS – Das sind die Zutaten für den Cocktail, den man vorgesetzt bekommt. Eine wundervolle Mischung aus Shouts und cleanem „Gejammer“, die Frontsau Jeffrey Moreira an den Tag legt. Obwohl man sich in Midtempo-Gefilden heimisch zu fühlen scheint, trumpfen die Jungs (wobei man bei einer Band, die seit nunmehr zwölf Jahren existiert, schon nicht mehr von „Jungs“ sondern eher von Herren sprechen muss) durch das energiegeladene Riffing, welches dem Hörer aus den Boxen entgegenballert, auf. Die musikalische Darbietung seitens POISON THE WELL lässt Erinnerungen aufleben, in denen der Metalcore, vor allem aber der Post-Hardcore, noch wenige bist gar keine kommerziellen Erfolge genießen durfte. „The Tropic Rot“ überzeugt durch Ideenreichtum, so klingt beispielsweise „Pamplemousse“ gerade durch den überwiegend cleanen Gesang, der eine melancholische Grundstimmung verbreitet, als hätte Mister Moreno, seines Zeichens Frontmann der DEFTONES, selbst Hand angelegt und den Track zumindest gemastert, eventuell sogar mit geschrieben. Im Gesamten betrachtet, kann man aber keinen wirklichen Vergleich für die Arbeit finden, die POISON THE WELL abliefern, mal findet man ein Riff, das von den eingangs erwähnten 36 CRAZYFISTS stammen könnte, dann wirken die Songstrukturen, als würde man sie auf dem „Suicide Season“ Album der Briten BRING ME THE HORIZON finden. Kurzum nehmen die Kollegen aus Miami „Old-Skool-Stuff“, basteln ein wenig daran herum und definieren dadurch ihren eigenen Stil.

Post-Hardcore at it’s finest würde ich das nennen, was POISON THE WELL auf ihrem aktuellen Output bieten, wovon sich jeder überzeugen kann, wenn man nur mal z.B. in „Sparks it will Rain“ oder auch „Celebrate the Pyre“ kurz reinhört. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Fanbase der Combo weiter wächst statt zu schrumpfen. Immerhin haben die Herren das Genre revolutioniert und vor allem etabliert. Mit meinen 20 Jahren kann ich als mehr oder weniger junger Hüpfer nur konstatieren, dass das, was man geschaffen hat, ein Werk ist, das nicht auf eine bestimmte Altersgruppe zielt, so dass die künftigen Konzerte nicht nur von „kleinen Emo Teenies“ bevölkert sein werden. Was ich damit sagen will ist: „Kauft die Scheibe!!! Ihr werdet’s nicht bereuen.“

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