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POISONBLACK - A Dead Heavy Day

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Artist POISONBLACK
Title A Dead Heavy Day
Homepage POISONBLACK
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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7.6/10 (8 Bewertungen)

Rotziger und rock ’n’ rolliger sind sie geworden, die Finnen um den Mann mit der markanten Reibeisenstimme. Aber auch stellenweise melodischer und trotz allem ist eines gleich geblieben: Auch anno 2008 eröffnen sich hier dem Hörer die Pforten in die tiefen, dunklen Abgründe der finnischen Seele. Für knapp 60 Minuten erfährt man, wie schön Melancholie doch sein kann, wenn sie von den Nordmännern vertont wird. Man wird SENTENCED nie ersetzen können (und mal ganz ehrlich, wer will das auch?!), doch gibt Fronthühne Ville Laihiala hier mit POISONBLACK wirklich sein Bestes, um uns darüber hinwegzutrösten.

Ein Jahr hat’s gedauert, um genügend Material in Form von unterschiedlichsten Stimmungen und Ereignissen anzusammeln, die dann als geballte Ladung auf den Silberling gebannt wurden. „A Dead Heavy Day“ pendelt zwischen purer Verzweiflung und rotzigem, nach vorn preschendem Rock ’n’ Roll („Diane“), bei dem sicherlich auch Aksu (ENTWINE) beim Mischen ein wenig seine Finger im Spiel hatte und dem Ganzen genau den Schliff verpasst hat, den diese Scheibe zu einer runden Sache gemacht hat. Bei „Me, Myself and I“ wird tempotechnisch einen Gang zurückgeschaltet, man setzt auf schöne Melodiebögen und Gitarrensoli, die Nummer groovt und man denk einfach unweigerlich an Villes alte Band. „X“ schaltet dann nochmals zurück, sprich hier wartet eine seichte, getragene, und doch recht rockige Ballade, die mit knapp 6 Minuten auch eine recht lange Angelegenheit geworden ist – aber keine Langwierige! Das anschließende „Human Compost“ schlägt dann rein von Melodie und Stimmung her in die Kerbe des Vorgängeralbums „Lust Stained Despair“. Was nicht heißt, dass die anderen Titel völlig anders klängen, nur ist die Ähnlichkeit hier doch recht groß.

Bleibt also nur zu sagen, dass POISONBLACK ne Spur abwechslungsreicher geworden sind, Ville teilweise noch ein wenig rauer singt, man sich eine ordentliche Portion amtlicher Melodien aus dem Ärmel schüttelt und ja, dass dieser „Dead Heavy Day“ einfach ein Ohrenschmeichler ist – finnischer geht’s nicht mehr! Im November startet dann die „Where death is most alive“ Tour. In dem Sinne dann: „Together wie die alone…“

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