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POISONBLACK - Drive

VN:F [1.9.22_1171]
Artist POISONBLACK
Title Drive
Homepage POISONBLACK
Label HYPE RECORDS/ CARGO RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (1 Bewertungen)

Während Skandinavier und eingefleischte Fans der Finnen von POISONBLACK bereits schon seit gut einem halben Jahr mit „Drive“ vertraut sein dürften, erscheint das mittlerweile fünfte Album auch in unseren Breitengraden. Nachdem der Vorgänger „Of Rust And Bones“ noch auf ihrer alten Labelheimat Century Media veröffentlicht wurde, ist man nun bei Cargo Records zu Hause.

Das war es aber dann schon mit den großen Änderungen, zumindest auf den ersten Blick, denn am Mikrofon ist glücklicherweise nach wie vor Reibeisen-Stimme Ville Laihiala, und der Rest des Line-Ups scheint ebenfalls stabil. Was aber recht schnell beim ersten Durchlauf der Scheibe auffällt, ist die Tatsache, dass man scheinbar immer stärker auf „alte Zeiten“ schielt, soll heißen, das klingt immer mehr nach SENTENCED (wovon man sich ja eigentlich lösen wollte). Nicht ganz so melancholisch und qualitativ kommt´s nicht ran, aber überhören kann man es auch nicht. Nach einem EKG-Gerät-Piepsen steigen die Nordlicher knackig und rockig mit „Piston Head“ ein. Dieses Stück und auch das nachfolgende „Mercury Falling“ entpuppen sich als astreine Hardrock Nummern, die flott ins Ohr gehen. Wenig anders verhält es sich mit den nachfolgenden beiden Stücken, wobei der „Maggot Song“ mit einem perfekten Mitsing-Refrain aufwarten kann und „A Good Day For The Crows“ einen überraschenden Touch Stoner Metal mitbringt. „From Now-Here to Nowhere“ schaltet dann recht abrupt zurück und bietet eine überaus melancholische Grundstimmung, wie man sie fast schon bei diesem Titel erwarten würde und wie er fast auf einer Scheibe von SENTENCED sein könnte, aber eben nur fast. So gut diese Nummer auch ist, falls dies ein Versuch ist, an frühere Zeiten anzuknüpfen, erreicht man leider nicht das alte Qualitäts-Level, dennoch ist diese Nummer ein Pluspunkt für „Drive“. Trübsalblasen steht allerdings nicht an der Tagesordnung, so dass es mit „Sycophant“ wieder in frischer Hardrockmanier weitergeht, bevor man, dieses Mal weniger heftig, zu getrageneren Nummern, die allerdings immer noch genügend Schmiss haben, übergeht. Bei „Futile Man“ kommen gar Orgelmelodien im Einsatz und zum Ende hin wird nochmal ein wenig nachgelegt und rockig geht die Scheibe zu Ende.

Alles in allem ist „Drive“ ganz ordentlich, aber das reicht für diese Band nicht, um völlig zu überzeugen – schließlich ist man bessere Scheiben der Finnen gewohnt. Villes markanter Gesang kann aber zumindest schwächere Stücke noch retten. Das Werk gleicht einer Achterbahnfahrt mit Stimmungs- und Tempowechseln, sowohl auf Platte, als auch beim Hörer. Hier haben sich die Nordlichter sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert, zumal es die mittlerweile fünfte Scheibe ist, allerdings ist der Silberling sicherlich auch nicht so schlecht ausgefallen, dass man ihn unbeachtet in der Ecke liegen lassen sollte. Eingefleischte Fans können nach wie vor zugreifen, allen Anderen rate ich zum Hörtest!

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