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POKEY LAFARGE - Rock Bottom Rhapsody

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Artist POKEY LAFARGE
Title Rock Bottom Rhapsody
Homepage POKEY LAFARGE
Label NEW WEST RECORDS
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POKEY LAFARGE wurde 1983 als Drew Heissler in Bloomington, Illinois geboren. Der Mann entdeckte sein Herz für die Rootsmusik und legte sich den Namen LaFarge nach dem Folk-Musiker PETER LA FARGE zu. Für den Vornamen zeichnet wiederum seine Mutter verantwortlich, die nannte ihren Spross nämlich immer Pokey, wenn er trödelte. Lange Zeit war der Midwestern-Swing-Künstler in St. Louis zuhause, Anfang 2018 zog er jedoch auf der Suche nach neuen Inspirationen nach Los Angeles und fand sich dort Monate später in einer schweren Lebenskrise wieder.

Erstaunlicherweise wurden die meisten Songs seines neunten Studio-Albums „Rock Bottom Rhapsody“ bereits vor bzw. in dieser dunklen Lebensphase geschrieben und am Ende gab es dann kurz vor Beginn der Aufnahmen eine Art Erweckungserlebnis, das zugleich die Entstehung des neuen Longplayers prägte. Der startet zunächst einmal mit dem instrumentalen Titeltrack und einem Himmel voller Streicher, ehe End of My Rope“ flotten Rockabilly zum Besten gibt und die Vorab-Single „Fuck Me Up“ in rhythmusbetonter Kopfnicker-Manier schwer nach Südstaaten klingt. Im Anschluss bittet das beschwingte „Bluebird“ zum Tanze – gefolgt von einer „Rock Bottom Reprise“, die abermals instrumental und von Streichern getragen ausfällt. Der perfekte Übergang zur bittersüßen Piano-Nummer „Lucky Sometimes“, der sich das verträumte „Carry On“ im smarten Sixties-Soul-Gewand anschließt. Retro-Pop erwartet den geneigten Hörer auch mit „Just The Same“, bevor es mit dem stakkatoartigen „Fallen Angel“ ein wenig geheimnisvoll wird. Nach diesem Ausflug in düstere Gefilde kehrt die Band mit „Storm-A-Comin‘“ zu bluesigem Herzschmerz zurück, der dank „Ain’t Comin‘ Home“ schwungvolle Rock’n’Roll-Vibes erhält. „Lost In The Crowd“ erzählt eindringlich vom Alleinsein, ehe das „Rock Bottom Finale“ die Langrille mit leisem Klaviergeklimper enden lässt.

Hierzulande ist die Musik von POKEY LAFARGE, die er selbst als ‚acoustic rooted, horn accentuated, lyric and melody driven Midwestern Swing‘ bezeichnet nicht unbedingt massentauglich. Doch es lohnt sich, dem 36-jährigen und seiner Combo Gehör zu schenken, weil auf „Rock Bottom Rhapsody“ Musik mit jeder Menge Herzblut und einer bezaubernden Retro-Note gemacht wird.

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