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POLAR BEAR CLUB - Sometimes Things Just Disappear (Re-Release)

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Artist POLAR BEAR CLUB
Title Sometimes Things Just Disappear (Re-Release)
Homepage POLAR BEAR CLUB
Label BRIDGE 9
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

“You see I was angry, I was crushed. I know these words just won’t be enough. And I’ll come home at night and crawl in my bed so cold and rest will never come. When I scream it certainly isn’t for machismo. Not intimidation or gender segregation, I just needed more from the words I sang but you can’t understand.”

Diese wunderschönen Worte aus dem Song “Our Ballads”, die an des Sängers Nachbarn gerichtet sind (weil dieser behaupten würde, POLAR BEAR CLUB würden mit ihrer Musik Jungs und Mädchen voneinander entfremden!) deuten schon einmal auf höchst emotionalen Content hin (unterstützt von weiterem Seelenstriptease a la „Yeah, Im a Fuck up. First day home. Yeah, I Fucked up and I’m calling you…“). Werden dann die ersten Akkorde angespielt und die ersten Worte aus Jimmy Stadts Lungen vernommen ist klar: Emo-Rock Version 2.5! Das Beste aus allen alten Helden dieses Sounds mit jugendlichem Enthusiasmus verbunden, sorgt für spontanes Wohlfühlen und ein weiteres: Verdammt! Sind alle guten Bands diverser Hardcore-Genres bald auf Bridge 9 zu finden? Ebenso wie DEFEATER nach Erscheinen des Albums (dieses Mal ist der Ursprung bei Red Leader Records zu suchen) von Chris Wrenn eingesackt und unter neuer Fahne wieder veröffentlicht, ist der Club der Eisbären eine famose Neuentdeckung, die jedem an das Herz gelegt werden sollte!

Vorbilder beim Gesang? Unüberhörbar Chuck Ragan und Chris Wollard: Raue Kehlen, Whiskeygegerbt, die Vocals mit viel Seele und Power in die Welt hinausgeschrieen. Die Gitarren mal treibend, mal feine Linien im Hintergrund spielend. Die Rhythmen mal straight, mal an HEY MERCEDES, BEAR VS. SHARK oder BRAID erinnernd, der Bass nicht ganz so prominent wie bei HOT WATER MUSIC in Szene gesetzt, kommt so schnell keine Langeweile auf. Und mit „Convinced I´m Wrong“ gibt es auch noch einen Rausschmeißer, der für gesteigerte Gänsehaut sorgt und mit einem Cello unterlegt ist…

Völlig unpeinlicher Emo (jawohl!), wahrscheinlich Jungs zum lieb haben und zurzeit auf der so was von ausverkauften Tour mit den GASLIGHT ANTHEMS unterwegs, das passt wie die schwarz gerandete Brille auf der Nase. Sehr schönes Release, das sicherlich keinen Innovationspreis gewinnt, aber auf hohem Niveau, äußerst sympathisch und mit liebevollen Lyrics versehen, unser aller ehemaliges Lieblingsgenre wieder auf die Beine hilft. Hoffentlich wird Mr. Stadt der Herzinfarkt erspart bleiben, denn wie heißt es in „Heartattack At Thirty“: 8 Years from now I will go into cardiac arrest. There is no doubt, my body will give and pay for this…“. Aber wenn das Unvermeidliche passieren sollte, bleiben noch die tröstenden Worte eines NEIL YOUNG: „It´s better to burn out than to fade away…”. In diesem Sinne.

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