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PONTUS SNIBB - Wreck of Blues

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Artist PONTUS SNIBB
Title Wreck of Blues
Homepage PONTUS SNIBB
Label OFF YER ROCKA
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Zu Beginn muss ich sagen, dass mir der Name PONTUS SNIBB absolut nichts gesagt hat. Und aus diesem Grund studierte ich die Bandinfo etwas genauer. Und da waren sie auch wieder, die kleinen Zeilen und Vergleiche, die mein Herz höher schlagen lassen (wer den Sarkasmus findet, darf ihn behalten). Denn es werden hier schon wieder blumige Vergleiche mit JEFF BECK, JIMI HENDRIX und ZZ TOP gemacht. Große Namen, nicht wahr?

Aber eines nach dem Anderen. Ich lege die CD ein und drücke Play. Den Einstieg macht ein markantes Riff, dass mich tatsächlich an den Gitarrengott HENDRIX erinnert. Mit dezenter Rock’n’Roll-Attitüde spricht mich „More Blues and Blue Sounds” durchaus an. Tempowechsel und der wiederholte Rückfall auf das Eingangsriff sollen dem Stück etwas Abwechslung geben. Leider gelingt das nur bedingt. Das gleiche Prinzip wird dann auch bei „Same same“ aufgefahren. Wir nehmen also ein markantes Riff und basteln einen Song drum herum. Dazu noch ein Solo, das an HENDRIX erinnert, klassische Blues-Rhythmen – und fertig ist das Stück. Beim folgenden „No peace of mind“ bricht PONTUS SNIBB glücklicherweise aus dem Muster etwas aus und versucht sich am noch klassischen „wir klatschen, spielen und singen“-Prinzip. Und würde gegen Mitte des Songs nicht das erwartete Solo kommen, hätte ich den Titel als langweilig abgetan. Der „Boogie Man“ kommt dann direkt im Anschluss. Vom Prinzip her dem Vorgänger ähnlich. Live lässt sich zu diesem Song bestimmt gut klatschen und das Haupthaar schütteln. Auf CD wirkt das Material leider etwas harmlos. Die folgenden Songs arbeiten alle nach ähnlichem Schema. Riffs im Stile HENDRIXs, ziemlich coole Soli und der markante Gesang sind allgegenwärtig. Von der Produktion bin ich leider etwas enttäuscht. Der Sound hätte druckvoller ausfallen können. Aber dennoch klingt das Material gut aufgelöst und entspannt.

Zum Schluss bin ich mir nicht so ganz sicher, was ich von dem Album zu halten habe. Auf der einen Seite stehen die wirklich guten Soli und Riffs, auf der anderen die abgenutzten Songstrukturen und eine gewisse Berechenbarkeit der Stücke. Denn eigentlich sind die Titel alle ziemlich gut, nur an manchen Stellen driften sie etwas ab und verzetteln sich. Versteht mich nicht falsch – die CD ist wirklich in Ordnung. Aber es gibt halt leider Besseres. Schade. Aber wenn ich die Jungs mal live sehen kann, werde ich mir das antun. Denn gerade auf der Bühne stelle ich mir das Material richtig gut vor.

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