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PORTUGAL. THE MAN - Church Mouth

Artist PORTUGAL. THE MAN
Title Church Mouth
Homepage PORTUGAL. THE MAN
Label DEFIANCE RECORDS
Leserbewertung

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Band mit dem etwas seltsamen Namen PORTUGAL. THE MAN ihr Debüt „Waiter: The Vultures!“ in die Welt gesandt hat. Das Ding schlug ein wie eine Bombe und fortan waren die drei Jungs aus Alaska auf gutem Weg, ein neuer Stern am Indie-Himmel zu werden. Live konnten sie dieses Bemühen eindrucksvoll und stets (wie die dicken Jackenvermuten ließen) mit extremer Kälte rechnend weiter vorantreiben, da war die Vorfreude auf den Nachfolger „Church Mouth“ natürlich groß.

Der Titelsong „Church Mouth“ wird vor allem von der extrem hohen Stimme des Sängers John Gourleys beherrscht, der sich stellenweise anhört, als plage ihn ein Problem mit seinen Kronjuwelen, ansonsten starten die Herrschaften flott und unterhaltsam. „Sugar-Cinnamon“ gibt sich da etwas sperriger, ein wenig klingt der Funk-Soul-Prog-Rocksong, als hätten seine drei Protagonisten nicht recht zusammengefunden und deshalb einfach mal jeder sein eigenes Ding durchgezogen. „Telling Tellers Tell Me“ wirkt dann wieder deutlich harmonischer, was von den Songs My Mind“ und „Shade“ rockig fortgesetzt wird. Hier finden wir dann auch den Groove des Erstlings bestätigt. „Dawn“ überzeugt ebenso mit abwechslungsreichen Melodien und kraftvollem Chorgesang, der an Gospels erinnert, während „Oh Lord“ den psychedelischen Style der Siebziger wiederauferstehen lässt. „Bellis Are Full“ und „Children“ bringen einen Hauch Südstaaten-Flair ins kalte Alaska, diesen Faden nimmt „The Botton“ ebenfalls auf, gewürzt wird das Ganze noch mal mit einer Prise Seventies-Retro-Style. Wer hinter „Sleeping Sleepers Sleep“ ein Gute-Nacht-Lied vermutet, liegt zu Beginn des Songs nicht völlig verkehrt, PORTUGAL. THE MAN starten eher verhalten, lassen es im Refrain aber ganz ordentlich krachen. Mit „Sun Brother“ folgt ein letzter Abgesang auf vergangene Hippie-Zeiten, immerhin wuchs Frontmann John auch mit Hippie-Eltern auf, das mag prägend sein.

Ganz wichtig beim Hören von „Church Mouth“ ist es, sich nicht von den ersten Stücken abschrecken zu lassen – deren Sound ist in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig. Wer durchhält, wird jedoch mit einem frischen Mix verschiedener Stile belohnt, der das Herz eines jeden Indies erfreuen wird.

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