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POS.:2 - Circuits

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Artist POS.:2
Title Circuits
Homepage POS.:2
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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8.8/10 (8 Bewertungen)

Vor fast einem Jahr erschien das Debütalbum „now!“ des aus Bielefeld bzw. Bad Salzuflen stammenden Elektroprojektes POS.:2, welches seit 2013 existiert und aus Matthias Grod (Songwriting, Keys & Produktion) sowie Lauf-Fan Thorsten Krüger (Texte, Gesang, Songwriting & Keys) besteht, der schon eine eigenwillige Hymne für den Hermannslauf komponiert hat. Nach einem 6-Track-Demo und den beiden Singles „Memories“/ „Only Electropop“ im Jahre 2014 erschien 2015 besagter Erstling mit dem Ausrufezeichen im Namen.

Dieses Jahr schickt man sich an, mit „Circuits“ den Nachfolger an den Start zu bringen. 13 gelungene, elektronische Tracks, die gelegentlich an MESH oder MELOTRON erinnern – das Ganze immer sanft und synthetisch. Der Einstiegstrack „I´m Waiting“ mit seinem traditionellem S-Pop-Klang und Reminiszenzen an KRAFTWERK zeigt alsbald auf, wohin die synthetische Reise gehen soll. Gelungener Dunkelpop aus OWL also auch auf dem 2. Werk von POS.:2, textlich ähnlich wie auf dem Debüt, scheinen die Melodien und das Songwriting beim 2. Aufschlag noch runder und geschmeidiger/ warmherziger im Abgang, manchmal ist das sogar etwas zu viel wie z.B. bei „I Wanna Be Free feat. Jeannett“. Aber auch die große Schwäche des Debüts ist leider geblieben: Der durchwachsene Gesangsvortrag von Thorsten Krüger.

Das Album kommt wieder als Jewel Case mit Booklet im neondunklen Design der 80er/ 90er-Jahre mit stilvollen Promofotos, allen Infos und Songtexten zum Hörer. Grafisch und stilistisch ist das alles stimmig, genauso wie die Synthie-Sounds und die Melodien mit süßen EPop- und kitschig-schönen Synthiemelodien, die das dunkle Herz zu rühren vermögen, wenn man sich auf den Sound der beiden Jungs aus Ostwestfalen einlässt. Unter den 13 Stücken findet man kein Füllwerk oder überflüssiges Material, aber auch keine Sounds, die aus dem Rahmen fallen. Insgesamt hat das Album einen guten Flow und beim 2./ 3. Hördurchlauf fallen einem auf „Circuits“ immer mehr Details ins Auge bzw. Ohr. Die musikalische Gestaltung, das Songwriting und das Programming von Jörg Tochtenhagen ist weit vorne mit dabei im deutschen und europäischen Maßstab. Mal sehen, was da noch kommen mag von POS.:2 und vielleicht nimmt Herr Krüger ja noch etwas Gesangsunterricht, bei Stephen Groth und Ronan Harris hat´s ja über die letzten 20 Jahre auch sehr viel gebracht!

Meine persönlichen Favoriten und Anspieltipps: das flotte „Sleepless“ und das kühle „Thunder & Sun“ – traditioneller 80er-Sound OHNE Gesang!

P.S.: Trotzdem möchte ich immer noch gerne wissen, ob mit der Abkürzung POS eine Polytechnische Oberschule gemeint ist…

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