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POS.:2 - Now!

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Artist POS.:2
Title Now!
Homepage POS.:2
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Unlängst erschien das Debütalbum „Now!“ des Bielefelder bzw. Bad Salzuflener Elektroprojektes POS.:2, das seit 2013 existiert und von Matthias Grod (Songwriting, Keys & Produktion) und Thorsten Krüger (Texte, Gesang, Songwriting & Keys) gebildet wird. Nach einem 6-Track-Demo und den beiden Singles „Memories“/ „Only Electropop“ im Jahre 2014 erschien vor kurzem das hier vorliegende Debüt. Der „gelernte“ DDR-Bürger (oder der geschichtskundige Leser) denkt bei der Abkürzung POS unweigerlich an eine Polytechnische Oberschule, welche der höchste Bildungszweig der sozialistischen Einheitsschule neben den wenigen kirchlichen Gymnasien war. Was es aber bei diesem Projekt mit der Namensgebung auf sich hat, konnte ich leider nicht herausbekommen…

„Now!“ wurde in den POS.:2-Studios in OWL produziert und aufgenommen. Dabei übernahm Jörg Tochtenhagen das Mastering. Klanglich befinden sich die Herren auf der Höhe der Zeit und legen ein schönes Album mit 12 Electropop-Stücken vor, das stilistisch stark von der 80er Jahren, vom Dance-Pop der 90er Jahre sowie dem italienischen Electro beeinflusst zu sein scheint. Manchmal fühlt man sich beim Durchhören an die seligen PET SHOP BOYS oder auch die Italiener SYRIAN erinnert. Zusätzlich zu den 12 Tracks gibt es als Bonus noch 2 Remixe von „Only Electropop“ im „The Wavepop Remix“ von CONSCIENCE und „Memories“ im „Tragical Mix“ (verantwortlich: IN GOOD FAITH), beide als gelungen zu bezeichnen. Manche Texte sind auf Deutsch, manche auf Englisch gehalten, genretypisch drehen sie sich rund um persönliche Befindlichkeiten. Musikalisch ist man bei den Stücken auf Draht und zauberte ein gelungenes Debüt, nur ist es leider gesanglich teilweise arg neben der Spur, schief gesungen und in punkto Intonation schwammig und wenig treffsicher. Thorsten Krüger singt mit viel Verve und Herz, aber er reicht leider bei Weitem nicht an die Szenestandards guter Elektroproduktionen heran. Das Design der Booklets hingegen ist stilsicher und schön anzusehen (Mathias Cremer & Anna Strothmann): Ein künstlerisch „wertvoller“, postmoderner Stil beeinflusst vom Webdesign mit sehr guten Fotos der beiden Akteure, allen Texten und mit angenehmem Schrifttyp.

Insgesamt abgesehen von den Schwächen ein recht nettes Debüt, das durchaus neugierig auf mehr macht. Meine Anspieltipps: „No Time To Waste“, „My Dreams“, „Wohin?“, die eingängigste Nummer „Only Electropop“ und die schönste Nummer (OHNE Gesang!) „I´m Falling“!

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