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POWDERHOG - Return of the Gaucho

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Artist POWDERHOG
Title Return of the Gaucho
Homepage POWDERHOG
Label TRECHOMA RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.8/10 (8 Bewertungen)

POWDERHOG sind so was wie die dänische Hardrockfront. Ihr selbstbetiteltes Debüt vor 3 Jahren ließ die europäische Fachpresse aufhorchen, was die Messlatte für das Zweitwerk „Return of the Gaucho“ ordentlich hoch ansetzt. Das Quartett bleibt aber nichts schuldig und treibt auch 2010 eine ganze Herde wilder Bisons durch den Lautsprecher.

Dank Sänger Johnny Houmark, dessen Stimme nicht selten an Scott Weiland erinnert, kickt das Dutzend neue Tracks den Arsch mit Anlauf. Der Opener „Black Cancer“ ist ein räudiges Bassmonstrum, das von der Tollwut gebissen an der Rhythmikkette zehrt, „Choke“ versetzt mit seinem ehrfürchtigen Rockoutro ganze Stadien in Ekstase und „An Ode for all Assholes“ glänzt zwar nicht mit lyrischer Tiefe, dringt dafür aber ansonsten ziemlich tief ein. Die Dänen rocken rotzend, rüpelhaft und testosterongeladen, was selbst „The Last Romantic“ zum Machosong werden lässt. Verschnaufpausen sind auf dem Album Fehlanzeige, selten dass die Gitarren Anlaufzeit benötigen, bis sie auf Touren kommen. Ehrfürchtig den Hut ziehen darf man auch vor der astreinen Produktion, welche POWDERHOG durchaus in eine Liga mit amerikanischen Genregrößen katapultiert. Ob die Dänen in dieser dauerhaft mitspielen dürfen, wird aber wohl erst das dritte Album zeigen. Denn trotz der überzeugenden Vorstellung dürfen die Jungs durchaus noch ein paar Scheite Vielseitigkeit auflegen, um das lodernde Feuer richtig zu entfachen.

„Return of the Gaucho“ ist staubig, dreckiger Hardrock. Zwölf Tracks, die gnadenlos durch den Gehörgang stürmen und dabei bleibenden Eindruck hinterlassen.

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