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POWERWOLF - Lupus Dei

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Artist POWERWOLF
Title Lupus Dei
Homepage POWERWOLF
Label METAL BLADE
Veröffentlichung 07.05.2007
Leserbewertung
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9.3/10 (4 Bewertungen)

Sicher, POWERWOLF ist eine Band, die die Hörerschaft polarisiert: Denn allein schon das von der Band stringent gepflegte Image ist sicherlich nicht jedermanns Sache. So ist etwa der Biographie ist zu entnehmen, dass Frontmann Attila Dorn, der seine Wurzeln in Rumänien haben soll, in seiner Person am meisten von Vlad Têpes – also Graf Dracula himself – beeinflusst wurde. Auch die Brüder Greywolf an Bass und Gitarre, Falk Maria Schlegel an den Keys – pardon: Orgel – sowie Drummer Funèbre (was übrigens französisch für „Bestattung“ ist) tragen diese Idee nicht nur optisch fort. Ich selbst war – zugegeben – zeitweise ebenfalls ein wenig irritiert von der Flut an Klischees, die sicherlich die Gefahr bergen, als Band in eine bestimmte Ecke gedrängt und milde belächelt zu werden. Da es sich aber bei den Bandmitgliedern durchweg um erwachsene Männer handelt, werden sie sich dessen schon bewusst gewesen sein und folglich in voller Absicht gehandelt haben. Somit verliere ich auch keine weiteren Worte darüber, sondern widme mich nunmehr dem Nachfolger des ersten Albums („Return in Bloodred“, 2005), betitelt „Lupus Dei“, welches im Mai diesen Jahres mit 10 Tracks (plus Intro) erscheinen wird. Das Album entstand in einer viermonatigen Songwriting-Phase und wurde letztlich, wie auch bereits das Erstlingswerk, im Studio Fredman in Schweden von Fredrik Nördström abgemischt. Teile des Werks wurden übrigens in einer Kapelle aus dem 12. Jahrhundert eingespielt, um das gewünschte „spirituelle Feeling“ zu erlangen. So wird die Band bei den Tracks „In Blood We Trust“ und „Lupus Die“ auch von einem 30-köpfigen Chor unterstützt.

Gleich durch das Intro „Lupus Demonae“ wird eine düstere Atmosphäre kreiert, welche in den folgenden Songs zwar durch den sehr melodischen Heavy Metal ein wenig aufgebrochen, aber dennoch durch den Orgelsound weiter voran getragen wird. Auch Effekte wie etwa das Läuten von Kirchenglocken, Wolfsgeheul und beschwörendes Wispern unterstreichen die leicht gruselige Stimmung. Besonders an den Stellen, an denen nur Gesang und Orgel zu vernehmen sind, geht das Konzept tatsächlich auf. Hin und wieder mal ein kleines Gitarrensolo, aber glücklicherweise nie allzu exzessiv. Thematisch dreht es sich im weitesten Sinne um biblische Themen und – natürlich – um die Philosophie des wahren Metal. Aber an den Stellen kann man dann ja weghören! Schnelle, treibende Parts wechseln sich des Weiteren mit schleppenden, gesangslastigen Phasen ab, wodurch eigentlich nie Langeweile aufkommt. Die Melodien sind jedenfalls durchweg recht eingängig und werden bei einem Live-Auftritt sicherlich den einen oder anderen Zuhörer zum Mitsingen animieren, was natürlich auch durch die mehrstimmigen Hooks geradezu herausgefordert wird. Apropos: POWERWOLF sind bereits für das diesjährige Summerbreeze Open Air, 16.-18. August, bestätigt. Wer sich also ein eigenes Bild von den Live-Qualitäten der Band machen will, sollte diese Gelegenheit nutzen.

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Powerwolf 'Lupus Dei' Tracklist
1. Lupus Demonae (Intro)
2. We Take It From The Living
3. Prayer in the dark
4. Saturday Satan Button MP3 bestellen
5. In Blood We Trust Button MP3 bestellen
6. Behind The Leathermask Button MP3 bestellen
7. Vampires Don't Die Button MP3 bestellen
8. When The Moon Shines Red Button MP3 bestellen
9. Mother Mary is a bird of pray
10. Tiger Of Sabrod
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