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PRESSURE POINTS - Remorses to Remember

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Artist PRESSURE POINTS
Title Remorses to Remember
Homepage PRESSURE POINTS
Label FIREBOX
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Auf dem Promo-Foto für ihr neues Album „Remorses to Remember“ posieren die PRESSURE POINTS noch schüchtern-sympathisch schmunzelnd. Doch dies scheint auch ein wissendes Schmunzeln zu sein, denn mit ihrer neuen Langrille präsentieren sich die Finnen ganz und gar nicht schüchtern. Vielmehr eifern sie mit ihrem forschen Mix aus Death, Prog und Dark Metal so großen Vorbildern wie OPETH nach und können bereits mit ihrem Debüt richtig überzeugen.

Da ist der Bandname Programm („Pressure Points“ sind bestimmte Punkte, die beim Martial Arts gezielt angegangen werden, um verschiedene Reaktionen im Körper auslösen) und präsentieren starke Songs, in denen sich satte, kantige, brachiale und technisch versiert dargebotene Death Metal Parts gefällig mit gefühvollen Passagen kombinieren. Alleine der 10minütige Opener „ Atonement“ zeigt gleich eindrucksvoll die Gangart von „Remorses to Remember“ auf. Knallhartes Geknüppel, druckvolle Riffwalzen, donnernde Doublebass und fiese Growls drücken einen erstmal massiv an die Wand. Doch nach und nach finden vertracktere Rhythmen und treibendere Riffpassagen ihren Weg in den Song, atmosphärische Keys setzen ein und schlussendlich öffnet sich der Song herrlich hymnisch und mit packenden cleanen Vocals. In diesem Stil bietet der Track einen packenden Spannungsbogen, der zudem noch von proggigen Einschüben und eigenwilligen Orgelsounds durchsetzt wird. „Temptation of Hate“ trumpft dann als satter Death Metal-Knaller auf, offenbart zum Ende hin allerdings ebenfalls eine gefühlvolle, ruhige Passage mit wiederum sehr gelungenen cleanen Vocals. Ähnlich beginnt „Edge of Endurance“, doch hier übernimmt die saubere Stimme schon früher die Herrschaft und die generell eher im Midtempo angesiedelte Ausrichtung mit den Ohrwurm Lead-Melodien und den filigranen Soli lassen den Song nicht mehr so schnell aus den Gehörgängen entfliehen. Ebenso überzeugen können der 9 Minüter „Open Sync“ mit seiner atmosphärisch-emotionalen Ausrichtung und das phasenweise verträumte und mit tollen Melodien gespickte Endstück „Grand Delusion“.

Das bedeutet schlussendlich, dass „Remorses to Remember“ auf ganzer Linie überzeugen kann. Und dabei stehen die jungen Finnen erst am Anfang. Wenn man da schon so präzise, vielseitig, technisch versiert und mit guten und schlüssigen Songs an den Start geht, freut man sich schon jetzt auf die nächste Etappe!

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