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PRIDE AND FALL - In my Time of Dying

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Artist PRIDE AND FALL
Title In my Time of Dying
Homepage PRIDE AND FALL
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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5.8/10 (4 Bewertungen)

Endlich ist es da, das dritte Album meiner persönlichen Neuentdeckung des Jahres: PRIDE AND FALL. Mit dem Titel „In my Time of Dying“ kündigte das norwegische Trio ohne Umschweife seine musikalischen Veränderungen an, die durch schwere Schicksalsschläge im privaten Bereich und Zukunftsängste durch die Schließung des Labels Dependent hervorgerufen wurden. Das wohl persönlichste Album seit Bestehen der Band erscheint im schwarzen, edlen und limitierten Digipack mit gestanztem Bandlogo und düsteren Fotos (im Booklet) der Bandmitglieder Sigve Monsen (Gesang), Per Waagen (Synthesizer) und Svein Joar Auglaend Johnsen (Gitarre).

Das bedrohliche und angsteinflössende Intro wird von „The painful regret“ abgelöst. Hier beginnt Sänger Sigve mit seinem nachdenklichen, ruhigen und zerbrechlichen Gesang, der einen hohen Widererkennungswert besitzt. Schwebende Synthesizerflächen und druckvolle Percussions werden von harten Beats und tief dunkel gesungenen Passagen abgelöst, um daraufhin wieder in ruhigere Arrangements überzugehen. Ebenso tanzbar und spannend komponiert folgt mit „I wither“ ein intensiv wirkendes, aufwühlendes Stück mit geschicktem Spannungsauf- und Abbau. Zwei Instrumentalstücke fanden ebenfalls ihren Weg auf den Silberling. Zum einen das verspielte und aggressive „The Black Gate“ mit fast technoidem und trancigem Touch, sowie das unheimlich klingende „The Burning Faith“. Mein Anspieltipp des Albums heißt „Adored“, dieser besticht durch Sigves wunderschönen, einfühlsamen und ergreifenden Gesang, den eingängigen Refrain und Klängen, die sich zwischen den Attributen sanft und hart abwechseln. Die kühlen Melodien wirken immer etwas fremd und schmerzhaft, was genau die Emotionen widerspiegelt, die die Band damit wahrscheinlich ausdrücken wollte. Bereits beim diesjährigen Castle Party Festival in Polen kam ich in den Genuss, „My Little“ zum ersten Mal live zu hören. Nun, von der CD begeisterte es mich wieder, vor allem, weil Sigves stimmliche Weiterentwicklung deutlich wird und das tanzbare Stück ganz viel Sehnsucht, Verletzlichkeit und Verzweiflung transportiert. Auf jeden Fall eine der ausdrucksstärksten und vielfältigsten Nummern, die es (meiner Meinung nach) bisher von PRIDE AND FALL gibt. Nach einem eher mittelmäßigem „Sacred and profane“ reihen sich gleich zwei kraftvolle Nummern mit Clubpotenzial ein. „Blood“ zwingt einen praktisch mit seinen dröhnenden Bässen zur Bewegung und die Melodie bleibt im Ohr. „Free from my demons“ besticht gerade dadurch, dass keinerlei Future-Pop Spuren mehr erkennbar sind. Ein elektronisch, tanzbarer Song, der pure Wut und Trauer ausdrückt. Den Abschluss bildet der Titelsong „In my time of dying“, mit melancholischen Keys und fragilem Gesang.

PRIDE AND FALL ist ein Album voller Schwermut und Veränderung gelungen, welches durch die persönliche und intime Note besonders ehrlich wirkt. Es wird vor allem denjenigen gefallen, die Musik auf sich wirken lassen können. Nun heißt es: Daumen drücken für eine erfolgreiche Labelsuche!

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