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PRIMAL SCREAM - Beautiful Future

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Artist PRIMAL SCREAM
Title Beautiful Future
Homepage PRIMAL SCREAM
Label B-UNIQUE RECORDS
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

Die seit 26 Jahren aktiven Schotten PRIMAL SCREAM um Fronter Bobby Gillespie haben zum neunen Mal ihre ganz persönliche Urschrei-Therapie in konservierte Musik umgesetzt und sich dabei allerhand Unterstützung im Kollegenkreis geholt. Musikalisch geht die Band, deren einzige Konstante Mr. Gillespie zu sein scheint, mal wieder neue Wege bzw. besinnt sich auf vergangene, lange zurückliegende Zeiten, als der ehemalige JESUS AND MARY CHAIN-Drummer die Alternative-Kapelle aus der Taufe hob.

Die Arbeiten zu „Beautiful Future“ starteten bereits im Januar 2007, die Herrschaften haben es offensichtlich ruhig angehen lassen, aber das Warten hat sich gelohnt, denn das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen. Angefangen beim eingängigen Titelstück mit seinen Handclap-Melodien und Keyboard-Harmonien, die zum spontanen Fußwippen und Kopfnicken animieren, geht es mit der flotten Single„Can’t Co Back“ gutgelaunt weiter, um „Uptown“ anzukommen. Hier jagen coole Bässe Schauer über den Rücken, die der Background-Chor im gemächlichen Seventies-Dance-Style in Wohlgefallen auflöst. „The Glory of Love“ klingt stark nach JESUS AND MARY CHAIN – auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert sind Einflüsse von Gillespies ehemaliger musikalischen Heimat nicht zu verleugnen, was jedoch kein Drama ist. „Suicide Bomb“ rumpelt gemächlich aus den Boxen und wurde vom 2000er Album „XTRMNTR“ adaptiert, während das fröhliche „Zombie Man“ GlamGospel ins Spiel bringt. „Beautiful Summer“ bedient sich geschickt beim DEPECHE MODE-Wave, um bei „I Love To Hurt (You Love To Be Hurt)“ mit Fräulein Lovefoxx von CANSEI DE SER SEXY gemeinsame Sache zu machen. Unterlegt mit einem zwingenden Beat schmachten die beiden Vokalisten ins Mikro, bis die Folk-Ikone Linda Thompson beim folgenden „Over & Over“ den weiblichen Part übernimmt. Diesmal in herzzerreißender Slow-Motion und mit Barrie Codigan (LITTLE BARRIE) an der Slide Guitar, der übrigens bereits 2006 mit PRIMAL SCREAM gearbeitet hat. Für „Necro Hex Blues“ konnte kein geringerer als Josh Homme (QUEENS OF THE STONE AGE) verpflichtet werden, der nicht nur die Gitarrensaiten zupft, sondern auch an diesem Track mitgeschrieben hat. Überflüssig zu erwähnen, dass psychedelischen Garagenrock ein nicht unwesentlicher Bestandteil des fantastischen Songs ist. Zu guter Letzt gibt es noch die Single-Version von „The Glory of Love“ zu hören, dann endet der melodieverliebte Ausflug in die PRIMAL SCREAM-Vergangenheit.

Das Quintett hat gemeinsam mit seinen Gästen das Beste aus Psychedelic, Garage, Philly-Soul und Manchester-Rave zu einem tanzbaren Shake verarbeitet, der nicht nur Fans der STOOGES, HAPPY MONDAYS, von THE CULT und natürlich der JESUS AND MARY CHAIN hervorragend munden wird.

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