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PRO-PAIN - No End in Sight

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Artist PRO-PAIN
Title No End in Sight
Homepage PRO-PAIN
Label RAWHEAD/ SOULFOOD
Leserbewertung
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8.0/10 (3 Bewertungen)

Was hat die neue Scheibe von PRO-PAIN mit dieser Rezension darüber gemein? Na? Richtig! Kein Intro-Gedöns, kein behutsamer Aufbau, keine sanfte Heranführung an die Materie oder Einleitung – so beginnt dieser Text und so legt auch „No End in Sight“, das mittlerweile 13. Werk der 1992 gegründeten Metal-/ Hardcore-Pioniere aus New York, los.

„Let The Blood Run Through The Streets“ geht als Opener direkt mal von 0 auf 100 und präsentiert klassischen NYHC mit entsprechenden Lyrics und einen Mit-Shout-Refrain in gewohnter PRO-PAIN Manier. Nichts außergewöhnliches, aber so vorgetragen doch immer wieder schön! Ähnliches Muster weißt auch „Phoenix Rising“ auf, welches jedoch ein wenig mehr die Metalschiene fährt und sich so durch die Gehörgänge walzt. Verantwortlich dafür ist wohl unter anderem auch der Gastauftritt von Rob Barrett, der seine Axt ja sonst für CANNIBAL CORPSE schwingt und mit seinem Solo den Song nochmal eine Stufe höher ansiedeln lässt. Doch der gute Rob ist nicht die einzige Verstärkung. Der ehemalige BÖHSE ONKEL(Z) Stephan Weidner revanchiert sich bei „Hour Of Time“ dafür, dass PRO-PAIN für sein Solo-Album (DER W) ihre Instrumente haben erklingen lassen. Zwar verbringt Herr Weidner stimmlich nach wie vor keine Wunder, für den Gröhlfaktor der Komposition ist er aber dennoch mehr als dienlich! Ein richtiges Party-Stück ist nämlich daraus geworden, mit punkig-fröhlichem Refrain („We got a lot of hate, but a lot of hate to give“) und „Waaoohoo“-Passagen. Ähnlich gut Stimmung macht „Got It Alone“ mit einem unheimlichen Groove und schönen Gitarrenspielereien. Ernster geht es dann beispielsweise bei „To Never Return“ zur Sache, bei dem das Quartett wieder seine Metal-Seite herauskehrt. Donnernder Bass, nette Leads und vor allem der (ein wenig in Richtung GRAVE DIGGERS Chris Boltendahl gehenden) Gesang machen dies deutlich, wobei man sagen muss, dass Letztgenanntes einfach nicht Gary Meskils Paradestück ist. Der Metal wurde gerade erwähnt, der Hardcore auch – fehlt also noch das Crossover-Element, das die PRO-PAIN ebenfalls immer wieder gerne transportieren. So auch diesmal. „Halo“ heißt der Vertreter des Genres und weiß durch die Struktur und die leicht (!) rappigen Strophen durchaus zu gefallen.

Einen guten und außerordentlich abwechslungsreichen Silberling haben die Herren aus New York da zusammengestellt. Die zehn Kompositionen sind allesamt mindestens gehobener durchschnitt bis hin zum Ohrwürmern („Hour Of The Time“, „The Fight Goes On“, „Halo“) und wissen über fast 41 Minuten mehr als gut zu unterhalten! Und zum Glück ist noch „kein „Ende in Sicht“!

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