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PROFANE OMEN - Disconnected EP

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Artist PROFANE OMEN
Title Disconnected EP
Homepage PROFANE OMEN
Label DETHRONE MUSIC
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

PROFANE OMEN ist eine der vielversprechendsten Nachwuchsbands, die Finnland momentan zu bieten hat. Bevor sie 2006 ihr Debütalbum veröffentlicht haben, gab es vorher schon ganze 7 Demos bzw. Mini-CDs von den Herren aus Lahti. Die Jungs sind also echte Workaholics und wer schon einmal in den Genuss gekommen ist, den Fünfer auf der Bühne zu erleben, wird zu spüren bekommen haben, was es heißt, unter Adrenalin zu stehen.

Genauso Adrenalingeladen geht’s auch wieder auf der neuen „Disconnected EP“ zu. Das Intro, welches von einer Frauenstimme gesprochen wird, die eine Nachrichtenmeldung kurz vor dem Weltuntergang propagiert, endet mit dem Worten „From now on it’s total fucking darkness…“, doch wenn sich die Dunkelheit so Energie geladen anhört, kann die Sonne ruhig mal ein paar Tage Urlaub nehmen. Die Jungs krachen nämlich mit dem Opener nur so über einen herein, dass man spontan einfach die Matte schwingen muss. „In Fear“ brettert ebenso gnadenlos weiter, wirkt aber insgesamt etwas ruhiger. Auf „Breed Suffocation, Breed Extinction“ gibt es als besonderes Schmankerl eine weibliche Stimme zu hören, die Jungs lassen sich nicht gerne in die (Thrash-) Schublade stecken (wobei sie genau diesem Genre nun ein kleines Bisschen näher kommen). Das beweist auch das nächste neunminütige Stück „Learning To Die“, das unerwartet ruhig ausfällt, sich aber zum Ende immer mehr steigert. Zum Schluss tun PROFANE OMEN dann das, was junge Bands am besten können: Covern. „Slave to the Grind“ von SKID ROW und „Wildchild“ von W.A.S.P. müssen hierbei „herhalten“, aber von Verhackstücken kann hier keine Rede sein, denn die Jungs drücken den Songs ihre eigene Note auf, ohne aber das Original zu sehr zu verunstalten. Daumen hoch!

Also besonderes Extra gibt es auf der EP noch 2 Videos und eine 23-minütige Doku über die Entstehung der Scheibe, zwar leider nur auf Finnisch, aber immerhin bekommt man einen Eis essenden Ville Sorvali (MOONSORROW) und ein Akustikkonzert mit Heliumpiepsstimmen und Alien-Masken zu sehen. Leider scheint die EP aber noch nicht außerhalb Finnlands erhältlich zu sein, doch hier ist Leyvkauppa Äx mit seinem Onlineversand mal wieder des Nicht-Finnen bester Freund. Für sein Geld bekommt man hier jedenfalls eine Menge zu bieten!

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