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PROJECT FOR THE MASSES - Just Can’t Get Enough (A Tribute to Depeche Mode)

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Artist PROJECT FOR THE MASSES
Title Just Can’t Get Enough (A Tribute to Depeche Mode)
Homepage PROJECT FOR THE MASSES
Label FOUR.ROCK/ TCM
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„Der Graf“ von UNHEILIG erzählte mir im Interview, dass er eigentlich außer Musik keine weiteren Hobbys habe. Immer müsse er neue Soundideen ausprobieren, Stücke aufnehmen. In diesem Kontext wird dann auch eine CD wie die vorliegende erklärbarer. Das soll natürlich nicht heißen, dass man einen Tribute to DEPECHE MODE mal so eben aus Langeweile raushaut, zeigt aber, dass der Graf immer irgendwas veröffentlichen muss. Wobei er natürlich nicht der einzige kreative Kopf im Hintergrund ist, mit dabei ist auch sein alter Bekannter Fairlage von NEUROTICFISH. Zusammen huldigt man einer Band, die wie keine Zweite Mainstream und Underground miteinander vereint, und das schon seit 20 Jahren.

Mit DEPECHE MODE ist auch der Autor aufgewachsen und kann mithin jedes ältere Lied mitträllern, Mitte der 90er verlor ich sie dann etwas aus den Augen, aber zumindest die erfolgreichen Singles sind natürlich bekannt. Wenn man an ein konventionelles Tribute-Album denkt, hat man eigentlich immer verschiedene Acts im Sinn, die einer musikalischen Größe huldigen. Auch DEPECHE MODE wurde ja nun nicht das erste mal „Opfer“ so einer Verneigung (selbst IN FLAMES und VADER fertigten schon gelungene Cover an!), aber hier spielte EIN Projekt 17 Stücke von Gore und Co. ein. Da gibt es natürlich Chancen und Risiken, wie der Broker sagen würde. Entweder gefällt einem alles oder nichts, man kann nicht mal eben zu einer anderen Combo weiterskippen. Als Sänger hat man sich eine ganz interessante Persönlichkeit ausgesucht: Grant Stevens, der aktuell in der Holsten-Bier-Werbung zu hören ist (womit mal wieder die Verbindung von Musikbusiness und Drogen bewiesen wäre…). Der Mann ist ziemlich fähig und besitzt vor allem ein sehr breites stimmliches Spektrum. Von samtenem Synth-Gesang im Stil der Originale („People are People“) bis zu angerauter Rock-Röhre beherrscht er alles. Letzterer Stil ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem für DM-Fanatiker. Die Musik unterscheidet sich gar nicht so sehr von den Originalen, eine fette Produktion, tanzbare und schnellere Beats drunter gelegt, hier und da mal Nuancen geändert. Das klingt schon mal ein wenig nach Future Pop, vor allem bei „Policy of Truth“, dem sicherlich kontroversesten Stück. Das ist schon halber Techno, dazu Rockgesang und fertig ist das Durcheinander für die Ohren. Mir gefällt das ganz gut, noch besser allerdings die älteren Songs wie „Master and Servant“ oder „Everything Counts“, die jetzt doch deutlich zeitgemäßer klingen.

Eine CD, auf die man nicht unbedingt gewartet hat, die aber liebevoll ausgeführt wurde, wenngleich nicht jeder damit warm werden wird. Man muss schon die aktuelle – zumeist etwas oberflächliche – elektronische Musik mögen, um sich daran zu berauschen. Das Ursprungsmaterial ist natürlich über jeden Zweifel erhaben und damit die halbe Miete. Ich hätte mir noch gewünscht, dass mal härtere Gitarren eingesetzt worden wären, zumal „der Graf“ ja den entsprechenden Background besitzt. Einfach mal reinhören!

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