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PROTEST THE HERO - Volition

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Artist PROTEST THE HERO
Title Volition
Homepage PROTEST THE HERO
Label SPINEFARM RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Die kanadischen modern Hyper-Prog Metaller lassen auch auf ihrem 4. Albumstatement den instrumentalen Wahnsinn von der Kette! Komplett irre, was hier mal wieder für Lichtgeschwindigkeitsriffing und Solo-Griffbrettwichserei aufgefahren wird, dazu ein Oktopus-Schlagzeugwirrwarr (diesmal von LAMB OF GOD-Meistertrommler Chris Adler!), bei dem sich 98% aller anderen Schlagzeuger die Stöcke verknoten und vokalische Akrobatik der Extraklasse von Rody Walker, der so ziemlich alles von poppig-melodisch über Screaming bis zu derben Growls beherrscht.

Trotz dieses technischen Extra-Overkills und halsbrecherischer Breaks im Millisekundentakt verstehen es die bereits 1999 (unter HAPPY GO LUCKY, bis zur ersten EP 2002) gegründeten Frickler, ihre Songs dermaßen eingängig und flüssig zu gestalten, dass man schon fast von Hitpotenzial sprechen kann. Mit „Clarity“ legt man noch recht human los, packt aber neben den Breakorgien auch gleich dermaßen großartige Hooks aus, dass einem schwindelig wird! Und flott ist das Ganze dennoch. „Drumhead Trial“ zieht die Speedschraube nochmal enorm an und brettert viehisch aus den Speakern, es werden Growls eingestreut, feine Damenvocals veredeln diese Abfahrt der Extraklasse zusätzlich. Keine Band auf diesem Planeten versteht es so brillant, Mathcore dermaßen flüssig, eingängig und abwechslungsreich erschallen zu lassen! Dazu gesellen sich leichtfüßige Akustikpassagen mit RUSH-Flair. In einem Song passiert hier mehr, wie bei den meisten Kollegen auf ganzen Alben. Phänomenös!

Und mit Wahnsinn im Quadrat geht´s natürlich weiter, das schwindelerregend hohe Niveau wird locker gehalten. Das mächtige „Tilting against Windmills“, das irre shreddende „Yellow Teeth“, die Mindfucks „Without Prejudice“ und „Skies“, das erhabene „Plato´s Tripartite“ oder das lärmende Frickel-Aggroteil „A Life Embossed“ verdrehen einem die Gehörgänge nach allen Regeln der Kunst. „Mist“, „Underbite“ und „Animal Bones“ runden dieses kleine Wunderwerk moderner Hartwursttonkunst formidabel ab, da kann man einfach nur mit schlackernden Ohren staunen. Aber man kann eben auch ganz exquisit die Murmel zu dem Gebrette kreisen lassen, denn wie gesagt ist „“Volition“ trotz aller rasender Frickelei sehr flüssig komponiert und mit extrem eingängigen Hooks versehen! Eine ganze Reihe an Gastmusikern und -sängern verfeinern den Sound nochmals, u.a. mit Piano, Akustikgitarren und Violine.

PROTEST THE HERO können erneut alles mit „Volition“, das solltet ihr nicht verpassen!

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