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PSY:CODE - Delusion

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Artist PSY:CODE
Title Delusion
Homepage PSY:CODE
Label MIGHTY MUSIC
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Nachdem Anfang des Jahres MNEMIC eine mehr als amtliche Scheibe vorgelegt haben, nutzt eine weitaus jüngere dänische Formation die Gunst der Stunde, um durchstarten zu können. Mit „Delusion“ schlagen PSY:CODE auch voll in die Kerbe ihrer Landsmänner, müssen sich aber im Gegensatz zu Bideau und Co., die nunmehr vier Alben in petto haben, mit ihrem Debüt erstmal einen Namen machen.

Selbstredend hat der Fünfer köstlichen Nu Death/ Thrash aus Dänemark im Angebot, für den vor allem maschinelle MESHUGGAH-Parts und Stakkato-Riffs charakteristisch sind. Bis auf die dezent straighten Knüppel-Attacken verweilen die Tracks vorzugsweise im Midtempo-Bereich, was ihnen aber nicht automatisch die Intensität nimmt. „Fundamental State Of Mind“ eröffnet gar fulminant die Platte mit einer düsteren Wand aus fetten Riffs und neumetallisch gebellten Vocals von Shouter Schou, welcher sich aber im folgenden „Prodigal Fucker“ wiederholt an schreientleerten Hooklines versucht, die dennoch recht roh klingen. Beinahe heroisch röhrt er sich durch die vermeintlich cleanen Phasen, die dadurch aber kaum weiter auffallen und deutlich unter dem Niveau anderer Formationen bleiben. Das kleine Shouter-Defizit wissen Brecher-Songs wie „Silent Majority“ und „Do/It“ mit industriell angehauchtem Death fix wieder auszugleichen. Gerade beim letztgenannten Stück fallen mächtig Späne, was man einem leichten ILLDISPOSED-Einfluss zurechnen kann. Jedoch orientiert man sich nicht ausschließlich an der deathigen Dänen-Garde, der Sound wird zudem durch weitere Industrial- und Elektro-Teppiche sowie durch Nu Metal-Phrasen („Cut The Queen“) ergänzt. Fernab davon groovt „As We Fall“ sogar ohne viel Schnickschnack und mit einem eher traditionellen Thrash-Brett. Im Gegensatz dazu entfernen sich dennoch einige der elf Stücke mit durchschnittlich vier bis fünf Minuten Länge ein wenig zu weit vom Pfad der Tugend, so dass die Spannung in dem sperrigen Metal-Donner teils verloren geht. So technisch ballernd dieser auch ist, ohne Ideen und wohl überlegtes Songwriting ist er doch nur die halbe Miete… zumal man sich dabei auch nicht gerade unmerklich an oben genannten Formationen bedient.

Nichtsdestotrotz haben PSY:CODE bestätigt, dass in Dänemark vor allem amtlich geballert wird und sie sich in dem Punkt keine Sorgen machen müssen. Ein auch strukturell ansprechendes „My Scenario Verge“ lässt zudem hoffen, dass die fehlenden Prozente zukünftig in voller Gänze zum Sound addiert werden können. Brett-Metaller sollten sich den von der Band selbst produzierten und von Jacob Hansen gemixten Ballersound trotz Mankos mal reinziehen!

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