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PSY’AVIAH - Entertainment Industries

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Artist PSY’AVIAH
Title Entertainment Industries
Homepage PSY’AVIAH
Label ALFA MATRIX
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Noch kürzlich von einem Newcomer bei Alfa Matrix gelesen, und schon darf ich an dieser Stelle in die erste CD auf neuem Label reinhören. Eigentlich war ich skeptisch, denn als ich mich damals über den Neuzugang informierte, war ich eher etwas enttäuscht. Nun liegt aber die CD zur Rezension vor und gleich der Opener „Entertainment Industries“ lässt mich fragen, was ich da nur gehört hatte, denn so einen brachial knallenden Song hätte ich im Leben nicht erwartet! Es ist zwar nur ein instrumentales Stück, aber dank ein paar Sprachsamples und der Energie der verzerrten Naturdrums, die etwas an RABIA SORDA erinnern, den monumentalen Sounds mit viel Hall und dem perfekten Klang, der durch einen Flugzeugkopfhörer ein Surroundfeeling vorgaukeln kann, muss höchstes Lob ausgesprochen werden, so was habe ich seit VNV NATION Zeiten nicht mehr erlebt.

Ab jetzt fängt der normale Betrieb von PSY’AVIAH an, immer im Grenzbereich zwischen Mid-Tempo und schnelleren Tanztracks werden insgesamt 12 harsche Elektroperlen präsentiert, wobei das Hauptaugenmerk auf den heftig knallenden Drums liegt. Die Klänge wirken am besten verzerrt analog, wo dann die versteckten Gitarren dank ihrer Distortion gar nicht mehr so auffallen. Jeder Song wirk brachial und beeindruckend, eigentlich wird ihnen der Vergleich zu FRONT 242 nicht gerecht, denn mit ihrem Album zeigen PA einen so starken eigenwilligen Stil, von dem sich die belgischen Altherren heutzutage ruhig eine Scheibe abschneiden könnten, aber immerhin erkennt man Ähnlichkeiten zu 32CRASH. Das soll heißen, dass man unweigerlich von der wummernden Wucht der Kompositionen mitgezogen wird, als wollte die Platte suggerieren, dass man hypnosegleich den Lautstärkeregler aufdrehen müsse. Der unbedeutende und relativ einfallslose Gesang von Emélie Nicolaï geht in dieser Urgewalt unter bzw. verkommt zur Nebensächlichkeit, passt sich aber wiederum quasi als Nichtigkeit perfekt in die Songs ein… kein störendes Beiwerk und dadurch schon ok, aber ich möchte nicht wissen, wie es insgesamt geworden wäre, wenn AYRIA als Sängerin mitgemacht hätte. Positiv fällt sie lediglich bei „Tired“ auf, denn dort ist der Gesang etwas kreativer ausgelegt.

Damit sind wir auch schon bei einem der vier Remixe angelangt, nämlich dem von LEAETHER STRIP. Es ist sicherlich keiner, der einen vom Hocker haut, klingt auch urtypisch nach Claus Larsen, ist aber doch eine ganz nette Variation des Originals, besonders da ungewohnt zahm ausgefallen. Auch die anderen drei Variationen von IC434, IMPLANT und DIFFUZION sind im Gegensatz zu den Originalen eher eine Verschlimmbesserung, aber wenigstens erkennt man den jeweiligen Musiker hinter den Werken und das Ganze wirkt nicht zu sehr verkünstelt, dafür allerdings eher belanglos. Trotz der Remixe ist „Entertainment Industries“ ein sehr gutes Album geworden – Sie verhunzen das Gesamtergebnis nicht, sondern bremsen es nur leicht aus, aber das hat fast die gleiche Wirkung, als wollte ich einen LKW mit den Händen aufhalten…

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