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PSYCHO CHOKE - Unraveling Chaos

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Artist PSYCHO CHOKE
Title Unraveling Chaos
Homepage PSYCHO CHOKE
Label 7HART
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Beinahe jeglicher in der hellenischen Metal-Mythologie vorhandenen Logik entziehen sich die vergangenen zehn Jahre, die der ehemalige LESS THAN HUMAN-Gitarrist Argiris Papadopoulos im musikalischen Hades verbracht hat. Fleißig ist er nämlich gewesen, hat zusammen mit dem ex FOURTH DIMENSION-Klampfer Bax das Projekt PSYCHO CHOKE aufgezogen und unter diesem Namen immerhin drei Scheiben veröffentlicht. Bis dato haben nur ein Label, Promotion und derlei Aspekte gefehlt. Doch nun haben die fünf Griechen endlich den Zerberus bei den Eiern gepackt und für das aktuell vorliegende, dritte Album „Unraveling Chaos“ kein Detail unbearbeitet gelassen.

Ein erster Eyecatcher ist schon alleine die Erwähnung des gastierenden Gitarren-Dreigestirns. Wahrscheinlich waren dafür nur ein, zwei kurze Telefonate unter guten Kollegen nötig, doch die tadellos eingespielten Soli von FIREWIND-Inititator Gus G („Get Down“) auf der einen Seite und den beiden NIGHTRAGE-Gitarristen („Streetwise“) auf der anderen verfehlen natürlich kaum ihre einschlagende Wirkung auf den Rezensenten. Damit jedoch nicht genug! Ein anschließender Ausflug nach Dänemark bescherte der Platte obendrein noch einen authentischen Klang von Jacob Hansen himself, der sich sogar nicht zu schade war, ein paar Backings einzusingen. Mit solch beachtlicher Unterstützung im Rücken pflügen sich PSYCHO CHOKE durch 40 Minuten Groove Metal-Ekstase, die stark in die SOULFLY-/ EKTOMORF-Richtung einschlägt und mit eigenwillig entfremdeten, unmetallischen Momenten gespickt ist. Nach einem eher holprigen, in standardisierten, corig anmutenden Metal abdriftenden Start mit „Freedom In A Bottle Of Scotch“ können zumindest die folgenden Rammen der ersten Hälfte mit diesem Konzept auch auftrumpfen. Sowohl die beiden von der gastierenden Prominenz bewirteten Tracks als auch das rockig durchwachsene „Death By Words“ schaffen mit Breaks und cleanen Hooks einen Aufsehen weckenden Gegenpol zu den sonst heftigen Nu Thrash-Versen. Damit findet das Album jedoch schon seinen Höhepunkt. Zwar fällt die Scheibe nicht sonderlich ab, die kommenden Songs (das von Hansen begleitete „Swamp“ ausgenommen) sind einfach weniger spektakulär. Metal-Standard again, wenn auch nicht gerade schlecht.

Der große Wurf bleibt für PSYCHO CHOKE dieses Jahr also noch aus. „Unraveling Chaos“ dreht sich weitesgehend mit dem Rad der Zeit, doch die angemerkten Kompositionen gefallen durch interessante, nicht-metallische Abwechslung. Die Aufmerksamkeit haben die Griechen daher verdient und im dunklen Untergrund haben sie eh nichts mehr verloren. Reinhören lohnt sich somit nicht nur aufgrund der feinen Gastauftritte!

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